Modehaus Weingarten setzt auf Solarstrom

  /  01.06.2023

Gemeinsam mit Wegatech hat das Modehaus Weingarten eine Solaranlage auf dem Kölner Stammhaus installiert, um sich nachhaltig und autark mit Energie zu versorgen…

Fotos: Weingarten/Wegatech

Grüne Energie für das Modehaus Weingarten: Die neue Solaranlage auf dem Dach des Stammhauses am Kölner Friesenplatz liefert einen Ertrag von mehr als 40.000 Kilowattstunden und mehr als 90% der gewonnenen Energie können vom Unternehmen direkt selbst genutzt werden. Dadurch amortisiere sich die Anlage bereits nach einem Zeitraum von rund vier Jahren. Die Idee entstand, nachdem sich auch für die vor rund 90 Jahren gegründete Weingarten GmbH & Co. KG die Stromkosten im ersten Quartal 2022 verdreifacht hatten. „Schon im privaten Bereich hatte ich positive Erfahrungen mit Photovoltaikanlagen gemacht und teilte diese mit unserer Geschäftsführung. Wir wollten unsere Energiebeschaffung in die eigenen Hände nehmen und uns als Unternehmen autarker aufstellen“, sagt Geschäftsleiter Martin Wendler. Im April 2022 stand der Entschluss fest, Ende letzten Jahres konnte die Anlage in Betrieb genommen werden.

Und weiter: „Tatsächlich waren es sowohl die Geldeinsparpotenziale als auch der Klimaschutz, die uns von diesem Schritt überzeugt haben. Wir wollten nicht mehr nur reden, sondern auch handeln. Neben der Produktion unseres eigenen Stroms wurden zum Beispiel über das Jahr parallel auch alle alten Leuchten durch neue moderne LED-Lampen ersetzt und Klimaanlagen, wenn nicht dringend von Nöten, abgeschaltet. Durch diesen Mix an Einsparungen ist es uns gelungen, unseren Energieverbrauch um ein Drittel zu senken. Ein direkter Wettbewerbsvorteil entsteht dabei zwar nicht, aber für uns als Unternehmen mit Tradition ist es wichtig, sich immer wieder neu zu erfinden und unsere Gesamtverantwortung nicht aus den Augen zu verlieren.“

Geplant und gebaut wurde die Anlage vom Kölner Unternehmen Wegatech Greenergy GmbH. Laut Wendler kam von Beginn an nur ein lokaler Partner in Frage. „Wegatech gab uns direkt vom ersten Tag an das Gefühl, professionell zu sein und sich das Projekt auch trotz schwieriger Anlieferungs- und Montagebedingungen im Kölner Innenstadtgebiet zuzutrauen. Sowohl im ersten Beratungsgespräch als auch in der folgenden Planungs- und Projektphase waren sie immer sehr konstruktiv und lösungsorientiert.“ Durch den direkten Verbrauch der gewonnenen Energie und aus Nachhaltigkeitsgründen hat man sich beim Modehaus Weingarten, das neben dem Stammhaus in Köln zudem mit fünf Stores in Düsseldorf, Wiesbaden, Berlin, Essen und Dortmund präsent ist, gegen die Installation eines Stromspeichers entschieden. Sollte es wie zum Beispiel an Feiertagen, an denen der Store geschlossen hat, zu einem Überschuss kommen, wird der Strom ins Netz eingespeist.

Karl Dienst, Gründer und Geschäftsführer von Wegatech: „Wir sehen besonders im B2B-Bereich eine steigende Nachfrage für solche Anlagen. Es findet ein Umdenken hin zu langfristig tragbaren Lösungen statt, die auch gut für das Klima sind. Gerade in den Stadtgebieten gibt es noch so viel Potenzial, das es auszuschöpfen gilt. Wir freuen uns daher, dieses Pionierprojekt mit Weingarten gestaltet zu haben und sind sicher, dass noch weitere Unternehmen die Vorteile dieser Art der Energiegewinnung für sich entdecken.“ Seit 2011 hat Wegatech mehr als 3.000 Projekte realisiert.

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