Anfang Dezember 2014 hatte das Unternehmen Mexx für alle Einheiten Insolvenz für den niederländischen und kanadischen Markt angemeldet – nun greift die wirtschaftlich negative Situation auch auf das operative Geschäft der Filialen hierzulande über. Laut der im Bundesanzeiger veröffentlichten Zahlen schreibt der Konzern seit geraumer Zeit Verluste, die, den deutschen Markt betreffend, bisher vom niederländischen Mutterbetrieb (Going Concern), der Mexx Europe B.V., durch einen Vertrag „im Wesentlichen“ ausgeglichen wurden, heißt es weiter.
Nach eigenen Angaben sehe sich der gesamte Mexx-Konzern bereits seit einigen Jahren „einer anhaltenden Verlustsituation sowie einer angespannten Finanzlage ausgesetzt, was unter ungünstigen Voraussetzungen zu finanziellen Engpässen führen könnte.“ Der Umstand wurde in einer Patronatserklärung geregelt, die bis zum 30. April 2015 zusichern sollte, die deutschen Unternehmenstöchter finanziell auszustatten, soweit dies erforderlich sei, um eine bestehende oder drohende Illiquidität oder eine etwaig drohende oder bestehende Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne zu vermeiden. Ob die Erklärung mit dem Anmelden der Insolvenz noch Bestand hat, ist fraglich, ohne die Unterstützung eines Investors ist die fortwährende Existenz der Gesellschaft jedoch gefährdet.
Update: Am 23. Dezember 2014 hat das Unternehmen beim Amtsgericht Düsseldorf für die deutschen Mexx-Töchter Insolvenz angemeldet. Der Düsseldorfer Anwalt Georg Kreplin ist zum vorläufigen Insolvenzverwalter berufen worden. Zwar soll der Betrieb hierzulande uneingeschränkt vonstatten gehen, auch die Warenlieferung wolle man sicherstellen, dies sei jedoch ein „schwieriges Unterfangen“, da sämtliche Waren von der insolventen niederländischen Konzernmutter kämen.
Mexx-Insolvenz erreicht deutschen Markt
/ 05.01.2015Nach den Niederlanden und Kanada zeigt die Insolvenz des Filialisten Mexx auch hierzulande negative Auswirkungen…

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