Die Metro Group setzt die Verhandlungen mit Interessenten für den Kauf der Warenhaustochter Galeria Kaufhof bis auf weiteres aus. Hintergrund sei laut Angaben der Gruppe die nicht optimale Situation an den Finanzmärkten, man wolle stattdessen an einer Wertsteigerung der Warenhauskette arbeiten.
„Die aktuelle Lage am Kapitalmarkt bietet keine geeigneten Rahmenbedingungen für eine so wichtige Transaktion“, sagte Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der Metro AG. „Wir haben immer betont, dass ein Verkauf das Potenzial von Galeria Kaufhof reflektieren muss. Aus heutiger Sicht können wir das Ertragspotenzial besser selbst heben, als durch einen Verkauf“, erklärt Koch weiter.
Im Geschäftsjahr 2011 sank der Konzernumsatz um 0,8% auf 66,7 Mrd. Euro. Über die Entwicklung 2011 sagte Koch: „Das vergangene Jahr war durch außerordentliche Entwicklungen stark beeinträchtigt. Insbesondere die Staatsschuldenkrise, eine hohe Arbeitslosigkeit und Sparprogramme in vielen Ländern Europas haben zu einer Kaufzurückhaltung bei den Kunden geführt.“
In Deutschland verzeichnete der Umsatz der Metro Group im Geschäftsjahr 2011 einen Rückgang von 1% auf 25,9 Mrd. Euro. Galeria Kaufhof musste Einbußen um 3,7% auf 3,4 Mrd. Euro hinnehmen. Als Grund dafür wird die ungewöhnliche Witterung angegeben, die den Verkauf von Saisonware deutlich beeinträchtigt habe. Zudem hat das Warenhaus begonnen, den Verkauf des margenschwachen Techniksortiments einzustellen, was mit Beeinträchtigungen des Geschäftsverlaufes durch damit verbundene Umbaumaßnahmen zusammenhängen soll.
Metro legt Verkauf von Kaufhof still
/ 17.01.2012Die Verkaufsgespräche für die Übernahme ihrer Warenhaustochter Galeria Kaufhof stellt die Metro Group bis auf weiteres ein. Als Grund wird die nicht optimale Lage an den Finanzmärkten angegeben.

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