Mehr Investitionen in Deutschland

  /  02.01.2012

Im Jahr 2011 wurde wieder mehr in Deutschland investiert als noch 2010. Zwar überwogen die kleineren Geschäfte, dennoch wurden 5,3 Mrd. Euro ausgegeben. Der zweitgrößte Deal war der Erwerb von Jack Wolfskin.

Die Privat-Equity-Bilanz schließt das Jahr 2011 mit einem leichten Anstieg von 103 Transaktionen im Vorjahr auf 105. Insgesamt wurden laut einer Erhebung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young 5,3 Mrd. Euro für Unternehmenskäufe in Deutschland investiert (3,4 Mrd. Euro im Jahr 2010). Der nur mäßige Anstieg soll auf die Schuldenkrise in Europa, den Rückgang auf den Aktienmärkten und die getrübten Konjunkturaussichten zurückzuführen sein. Erst 2013 ist nach Einschätzung von Ernst & Young mit einem Rückgang der Verunsicherung zu rechnen, denn das Interesse an Investitionen in Deutschland sei nach wie vor groß.

Einen Deal im Wert von mehr als einer Milliarde Euro hat es 2011 nicht gegeben, auf Platz zwei schaffte es jedoch der Verkauf von Jack Wolfskin, der mit rund 700 Mio. Euro dotiert war. Dass es eher kleinere Transaktionen gegeben hat, führt Ernst & Young auf die geringe Bereitschaft der Banken zurück, größere Übernahmen mitzufinanzieren. Beim Kauf von Jack Wolfskin durch den Finanzinvestor Blackstone stellten Banken 500 Mio. Euro bereit und blieben anschließend darauf sitzen.

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