Madonna büßt Arbeitsplätze ein

  /  23.04.2015

Das im Dezember beantragte Schutzschirmverfahren der Topaz Textilhandels GmbH ging nach Beendigung in ein Insolvenzverfahren über. Die Konsequenzen…

„Unter dem Schutzschirm haben wir mit Unterstützung von Branchenkennern, des Teams um Dr. Marc Boddenberg von Ringstmeier & Kollegen sowie der vorläufigen Sachwaltung das Sanierungskonzept weiter ausformuliert und erste Maßnahmen eingeleitet“, so der Geschäftsführer der Topaz Textilhandels GmbH, Jürgen Hoch. Das Unternehmen hatte am 1. Dezember 2014 ein Schutzschirmverfahren beantragt, dem folgend am 1. März 2015 ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft in Eigenverwaltung eröffnet wurde.

Dem Prozess liegt eine Umstrukturierung sowie Sanierung, insbesondere der Marke Madonna, zugrunde, heißt es auf Anfrage. Das Konzept sieht vor, den Einzelhandel zu profilieren sowie den Großhandel weiter auszubauen. Diesem fallen jedoch hunderte Arbeitsplätze zum Opfer. 59 Einzelhandelsflächen mit durchschnittlich elf Beschäftigten schlossen bis Mitte April 2015 bundesweit bereits die Türen. Der Stellenabbau umfasst etwa 325 von bislang 700 Arbeitsplätzen. In jenen Regionen, in denen sich das Unternehmen gezwungen sah, sich von Einzelhandelsflächen zu trennen, wolle man künftig verstärkt auf Großhandelsflächen setzen, damit dem Konsumenten die Produkte der Marke Madonna auch weiterhin offeriert werden können.

„Wir sind stabil aufgestellt, sind uns mit wesentlichen Gläubigergruppen darüber einig, dass wir im Insolvenzplan möglichst langfristige und nachhaltige Finanzierungsmöglichkeiten verankern“, glaubt Hoch. Ein detaillierter Insolvenzplan werde in den kommenden Wochen – abgestimmt mit allen Gläubigergruppen – beim zuständigen Gericht eingereicht.

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