Die Investitionsfreudigkeit in Luxusartikel sinkt sowohl in Deutschland als auch in Frankreich, Großbritannien und Italien. Laut einer Umfrage von McKinsey & Company unter 4.500 Konsumenten aus diesen Ländern haben mehr als die Hälfte in der Vergangenheit mindestens ein Luxusprodukt pro Jahr erworben und geben nun an, weniger als im Vorjahr gekauft zu haben. 17% der Befragten wollen „auf weniger teure Bekleidungsmarken“ umsteigen.
Ganz anders geht es auf dem chinesischen Markt zu. Dort sind 35% der Käufer bereit, Luxusgüter weiterhin zum vollen Preis zu kaufen. Im Vergleich: Bei den Europäern sind es nur 20%. Sehr unterschiedlich ist auch das Konsumgut. Während Asiaten eher zu Handtaschen und sehr teuren Uhren greifen, landen bei den Deutschen teure Bekleidung, bei den Franzosen Düfte und bei den Engländern Kosmetika im Einkaufskorb. Nur bei den Italienern lässt sich kein Trend ausmachen, gekauft werden dort alle Segmente gleichermaßen.
Insgesamt trägt Europa 36% zum Gesamtumsatz des weltweiten Luxuswarenmarktes bei und zeigt sich trotz der Prognosen widerstandsfähig: Seit 2007 – also auch während der Finanzkrise – verzeichnet das europäische Luxusgütersegment einen kumuliertes jährliches Wachstum von 2%.
Luxus verliert an Wert
/ 26.03.2012Die Europäer denken beim Kauf von Luxusprodukten um: Immer mehr Konsumenten greifen zu günstigeren Bekleidungsmarken oder verzichten komplett. Ganz anders zeigt sich der chinesische Markt.

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