Berlin wird als Logistik- und Industriestandort immer beliebter. Neben mittelständischen bis großen Unternehmen wählen insbesondere kleinere Start-ups aus der Kreativszene die deutsche Hauptstadt als Unternehmenssitz. Einer Analyse von Engel & Völkers, der Dienstleistungs- und Vermittlungsfirma im Bereich Immobilien, zufolge gehen der Stadt nun jedoch die Industrie- und Logistikflächen aus. „Aufgrund des geringen Angebots kann die hohe Nachfrage nach modernen Flächen oftmals nicht bedient werden, sodass im Jahr 2014 bis zu 15% mehr Fläche hätte umgesetzt werden können“, urteilt Sebastian König, Bereichsleiter Industrieflächen bei Engel & Völkers Commercial Berlin.
Das Potenzial für modernisierte Flächen sei zwar vorhanden, allerdings mangele es zahlreichen Eigentümern an der Bereitschaft, in eine Modernisierung oder einen Umbau zu investieren. Umsatzstärkste Lage war im vergangenen Jahr Spandau, dort werde die Nachfrage aufgrund der guten Anbindung an die Innenstadt sowie der attraktiven Mietpreise auch 2015 weiterhin konstant bleiben, glaubt König. Da aktuell nur wenige Bestandsobjekte bezugsfähig oder verfügbar sind, prüfen insbesondere mittelständische Unternehmen eine Immobilienfinanzierung für die Errichtung eigener Logistikflächen. Als Alternative wird hierbei das Berliner Umland zunehmend attraktiver: 30% der 2014 vermarkteten Gesamtfläche verfallen auf die Lage „Umland Süd“.
Die Prognose für 2015 fällt demzufolge positiv aus: Der Berliner Markt für Logistik- und Industrieflächen werde laut Analysten im laufenden Jahr weiterhin wachsen, da nach wie vor eine hohe Flächennachfrage vorherrsche. Aufgrund dieser sowie der geringen Anzahl an geeigneten Bestandsimmobilien, wird die Neubautätigkeit zukünftig weiter ansteigen, weshalb man mit einem Arealzuwachs von bis zu 340.000 qm rechne.
