Die Verbraucherstimmung in Deutschland hellt sich auf. Das NIM Konsumklima powered by GfK steigt für September 2026 um 2,8 Punkte auf -26,6 Punkte. Der Vormonatswert wurde auf -29,4 Punkte revidiert. Vor allem deutlich bessere Einkommenserwartungen treiben die Entwicklung.
Die Einkommenserwartung macht dabei einen kräftigen Sprung: Der Indikator steigt um 16,2 Punkte auf 1,7 Punkte und erreicht damit den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Auch die Konjunkturerwartungen verbessern sich zum vierten Mal in Folge und liegen nun bei -3,9 Punkten.
Für den Handel bleibt allerdings der entscheidende Haken: Die Anschaffungsneigung zieht nicht mit. Sie verharrt mit -9,8 Punkten nahezu auf dem Vormonatsniveau und bewegt sich damit seit rund vier Jahren auf sehr niedrigem Niveau.
„Mit dem vierten Anstieg in Folge zeigt sich ein leichter Aufwärtstrend“, sagt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM, mit Blick auf die Konjunkturerwartungen. Gleichzeitig bleibt die Sparneigung hoch. Sie sinkt lediglich um 1,5 Punkte auf 15,5 Punkte.
Für den Einzelhandel ist die Entwicklung deshalb ein gemischtes Signal. Die Stimmung wird besser, doch die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen bleibt schwach. Zudem weist das NIM darauf hin, dass das Konsumklima die gesamten privaten Konsumausgaben abbildet. Der Einzelhandel macht davon je nach Abgrenzung nur rund 35 Prozent aus.
Key Facts
Studie: NIM Konsumklima powered by GfK
Prognose September 2026: -26,6 Punkte
Vormonat revidiert: -29,4 Punkte
Veränderung: plus 2,8 Punkte
Einkommenserwartung: 1,7 Punkte
Veränderung Einkommenserwartung: plus 16,2 Punkte
Konjunkturerwartung: -3,9 Punkte
Veränderung Konjunkturerwartung: plus 2,4 Punkte
Anschaffungsneigung: -9,8 Punkte
Sparneigung: 15,5 Punkte
Befragung: rund 2.000 Interviews
Befragungszeitraum: 30. Juli bis 10. August 2026
Aussage: bessere Stimmung, Kaufbereitschaft nahezu unverändert
