Der Iran-Krieg belastet die Verbraucherstimmung. Der Konsumklima-Indikator sinkt für April 2026 auf -28 Punkte. Im Vergleich zum Vormonat ist das ein Minus von 3,2 Punkten. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des NIM Konsumklimas powered by GfK, das seit Oktober 2023 gemeinsam vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen, Gründer der GfK und NIQ/GfK, herausgegeben wird.
Die Einkommenserwartungen, die seit Beginn des Jahres wieder im Plus lagen, gehen um 12,6 Punkte stark zurück und liegen nun bei -6,3 Punkten. Diese Entwicklung dürfte zum einen von der deutlichen Eintrübung der Konjunkturerwartungen getrieben sein. Zum anderen führen die gestiegenen Energiepreise zu Inflationsängsten in der Bevölkerung, was die Preiserwartungen massiv steigen lasse. Die Anschaffungsneigung bleibt davon noch weitgehend unberührt und zeigt mit einem Stand von -10,9 Punkten nur moderate Verluste. Auch die Sparneigung, die im Februar einen neuen Höchststand seit 2008 erreichte, stabilisiert sich vorerst auf einem sehr hohen Niveau von 18,5 Punkten.
„Mit dem Rückgang auf -28 Punkte zeigt sich eine spürbare Eintrübung des Konsumklimas. Zwar reagieren die Anschaffungsneigung und die Sparneigung im Moment noch wenig auf die geopolitischen Ereignisse im Iran, aber die Verbraucher erwarten, dass die Inflation durch die gestiegenen Energiepreise wieder anzieht, und die wirtschaftliche Erholung erneut gebremst wird“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „In einer aktuellen NIM-Studie geben 60% der Deutschen an, dass sie davon ausgehen, dass die Preise für Öl, Gas und Benzin dauerhaft hoch bleiben. Das drückt natürlich auf die Verbraucherstimmung.“
Die parallel zum Konsumklima durchgeführte Studie zeige zudem, dass die Verunsicherung der Konsumentinnen und Konsumenten generell durch den Iran-Krieg zunehme: Über 90% der Befragten, die eine wesentliche Verschlechterung ihrer Einkommenssituation erwarten, gehen davon aus, dass die Welt in den kommenden Jahren infolge des Krieges unsicherer werden wird. Der Iran-Krieg hinterlasse auch bei den Konjunkturaussichten für die nächsten zwölf Monate Spuren. Der Indikator verliert 11,2 Zähler und fällt auf -6,9 Punkte. Ein schlechterer Wert wurde zuletzt im Dezember 2022 mit -10,3 Punkten gemessen.
Konsumklima: Iran-Krieg drückt Verbraucherstimmung
/ 26.03.2026Der Iran-Krieg sorgt in Deutschland für Verunsicherung und wirkt sich auf die Konsumstimmung aus. Vor allem die Einkommenserwartungen sinken...

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