Klingel Gruppe auf Investor-Suche

  /  01.08.2023

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für die Klingel Gruppe ist eröffnet worden. Man befinde sich derzeit in Gesprächen mit potenziellen Investoren. Ein Personalabbau…

Das Amtsgericht Karlsruhe hat am heutigen 1. August 2023 das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für die Klingel Gruppe eröffnet. Die Sanierungsmaßnahmen werden derzeit von den Geschäftsführern gemeinsam mit der Restrukturierungsgesellschaft Pluta erarbeitet. Zum Sachwalter wurde Rechtsanwalt Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger bestellt, der bereits seit Mai als vorläufiger Sachwalter tätig war und die drei Eigenverwaltungsverfahren weiterhin begleitet. Neben der K – Mail Order GmbH & Co. KG, der Hauptgesellschaft der Klingel Gruppe mit Sitz in Pforzheim, befinden sich auch die Hamburger Tochtergesellschaften Impressionen Versand GmbH und die Schneider GmbH & Co. KG in Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung.
 
Derzeit laufen laut Unternehmen Gespräche mit potenziellen Investoren. Ziel sei es, schnellstmöglich einen Investor zu finden, um die Unternehmensgruppe zu sichern. Mit der Eröffnung der Verfahren können die Gläubiger ihre Forderungen zur Tabelle anmelden. Gespräche über Personalanpassungen beginnen in Kürze mit den Arbeitnehmervertretern.
 
Die Klingel Gruppe beschäftigt derzeit rund 2.000 Mitarbeitende an neun Standorten und ist mit 13 Marken in acht Ländern präsent. Die Hauptbereich Mode wird durch Schuhe, Schmuck, Wohnen und Gesundheit ergänzt. Zu den Vertriebsmarken zählen unter anderem Klingel, Wellsana, Vamos oder Happysize, über die die Produktmarken – beispielsweise Mona, Babista oder Diemer – vertrieben werden. Zur Klingel Gruppe gehören darüber hinaus verschiedene Tochterunternehmen im europäischen Ausland.

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