Kilian Kerner macht Verlust

  /  17.10.2014

Verluste für Kilian Kerner – ein „ungenügend aufgestellter Vertrieb und ein hoher Kommissionskundenanteil“ seien unter anderem Schuld daran…

Die Kilian Kerner AG muss im ersten Halbjahr 2014 einen Konzernfehlbetrag von 1,8 Mio. Euro hinnehmen; darin enthalten seien planmäßige Abschreibungen des Firmenwerts in Höhe von ca. 0,6 Mio. Euro, so das Unternehmen. Die Umsatzerlöse im Kerngeschäftsbereich Fashion sind in den ersten sechs Monaten 2014 gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 mit 1,4% nur leicht von 356.000 auf 361.000 Euro gestiegen. Grund hierfür waren laut Konzern ein ungenügend aufgestellter Vertrieb, ein hoher Kommissionskundenanteil, Forderungsausfälle bei Kunden und ein generell schwaches Marktumfeld.

Inklusive Lizenzen wurden im ersten Halbjahr Umsätze in Höhe von 367.000 Euro erzielt, gegenüber 839.000 Euro in den ersten sechs Monaten 2013. Diese Entwicklung beruht auf der Beendigung der Zusammenarbeit mit der Warenhauskette House of Fraser in Großbritannien.

Im Aktionärsbrief bereitete Vorstandschef Stefan Ober diese auf ein schwieriges Geschäftsjahr vor, das „von den Fehlern aus der Vergangenheit, der Bereinigung von Altlasten sowie von den laufenden Restrukturierungsmaßnahmen geprägt sein wird“. Die Kollektion für Frühjahr/Sommer 2015 wurde aber „von Endkunden als auch von Einkäufern als sehr kommerziell wahrgenommen. Entsprechend erfreulich verlief sodann die anschließende Ordersaison, wobei die Qualität der Aufträge im Vergleich zu früher dadurch gesteigert wurde, als dass praktisch keine Kommissionsorders mehr geschrieben wurden.“ Dies soll auf einen guten Verkaufsstart im ersten Halbjahr 2015 hoffen lassen. Für das Gesamtjahr 2014 rechnet das Unternehmen mit Umsatzerlösen in der Höhe von rund 700.000 Euro.

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