Anlässlich des Brandes in der pakistanischen Textilfabrik Ali Enterprises vor wenigen Wochen, bei dem 259 Menschen ihr Leben ließen, hat sich der Bekleidungshersteller Kik nun für die Betroffenen stark gemacht. Der Filialist, der als Hauptabnehmer der Produktionsstätte in Karatschi gilt, bestätigte auf Nachfrage von 1st-blue, einen Verbund nationaler Partner vor Ort informiert zu haben, Gelder des gegründeten Nothilfsfonds gerecht zu verteilen. Kik soll nach eigenen Angaben die ersten 250.000 US Dollar (rund 190.000 Euro) überwiesen und insbesondere für jene Familien zu Verfügung gestellt haben, die bisher noch keine Entschädigung vom Staat oder den pakistanischen Behörden erhalten haben.
Entgegen der Vorwürfe, dass Brandschutzregeln missachtet und Mängel verschwiegen wurden, äußert sich der Filialist, mit anderen Einzelhändlern in Bangladesch ein Pilot-Brandschutzprogramm aufgebaut und für Informationsbereitstellung gesorgt zu haben. Darüber hinaus sollen Schulungen für Mitarbeiter entwickelt worden sein, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Künftige Überprüfungen der Sicherheitsstandards seien ebenfalls geplant, um einen derartigen Zwischenfall vermeiden zu können. Dafür sieht das Unternehmen jedoch eine enge Zusammenarbeit zwischen Lieferanten, Behörden und Verbänden und ein gemeinsames Vorgehen des Handels als notwendig an, um einen Erfolg gewährleisten zu können.
