Kik fordert Abkommensausweitung

  /  27.05.2013

Die Unglücke in den Textilfabriken in Bangladesch und Pakistan sind nach wie vor in aller Munde. Kik will sich jetzt für weiterführende Hilfsmaßnahmen stark machen...

Kik will das kürzlich von 33 Unternehmen unterzeichnete Gebäude- und Brandschutzabkommen für Bangladesch auch für weitere Länder durchsetzen. „Unser Ziel ist es, in allen Regionen, also beispielsweise auch in Pakistan, die gleich hohen Standards an Produktionsbedingungen, Brandschutz und Gebäudesicherheit sicherzustellen. Kik befindet sich hierzu bereits in Gesprächen mit der ILO (International Labour Organization) sowie weiteren Institutionen“, erklärt Dr. Michael Arretz, Geschäftsführer für Nachhaltigkeitsmanagement und Unternehmenskommunikation.

Kik habe vor dem Hintergrund des Fabrikeinsturzes in Bangladesch geprüft, warum Textilien des Discounters in den Gebäudetrümmern gefunden wurden, da das Unternehmen seit 2008 keine direkten Geschäftsbeziehungen zu den Fabriken im Rana Plaza unterhalten habe. Anfang dieses Jahres sei jedoch über einen der Importeure von Kik indirekt erstmals ein Auftrag für das Unternehmen produziert worden, der laut den Frachtpapieren am 19. März dieses Jahres verschifft wurde. Bei den Anfang Mai 2013 gefundenen Textilien handle es sich daher mit hoher Wahrscheinlichkeit um Produktionsüberschüsse oder Ware zweiter Wahl aus diesem Auftrag.

Der betroffene Importeur habe alle bisherigen branchenüblichen Auditierungs- und Kontrollmechanismen eingehalten, allerdings schlossen diese keine Bewertung der generellen statischen Gebäudesicherheit ein. Dies obliege den Behörden vor Ort. „Textilunternehmen können nur gemeinsam mit den Behörden vor Ort wirklich sicherstellen, dass definierte Standards für Brand- und Gebäudeschutz konsequent durchgesetzt und eingehalten werden. Dass, wie im Fall von Rana Plaza, ein einzelner Fabrikbesitzer jenseits aller Kontrollmechanismen dafür sorgt, dass in einem behördlich geräumten Gebäude weitergearbeitet wird, darf nicht mehr passieren“, so Arretz.

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