Kik-Filialnetz auf dem Prüfstand

  /  12.09.2025

Kik soll sich von bis zu einem Sechstel des Filialnetzes in Deutschland trennen wollen. Man prüfe derzeit „Kosten- und Effizienzpotenziale“. Für die Mitarbeitenden…

Der Textildiscounter Kik könnte bis zu 400 von den hierzulande 2.400 Filialen schließen. Das zum Tengelmann-Konzern gehörende Unternehmen, das kürzlich seinen langjährigen Chef Patrick Zahn verloren hat, befinde sich aktuell in einer Phase der Analyse bestehender Strukturen. Ziel sei es, Abläufe und die Organisation zu überprüfen sowie Kosten- und Effizienzpotenziale zu identifizieren. Die Rahmenbedingungen für Handelsunternehmen hätten sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert: Man sehe veränderte Wettbewerbsdynamiken und ein härter umkämpftes Marktumfeld, aber auch anhaltende Inflation, eine spürbare Kaufzurückhaltung sowie zeitweise beeinträchtigte Lieferketten. Diese Veränderungen seien auch an der Kik Textilien und Non-Food GmbH nicht spurlos vorbeigegangen, so das Unternehmen. 

In welchem Umfang es zu einer Bereinigung des Filialportfolios komme, sei Teil sorgfältiger Analysen. Der Optimierungsprozess erstrecke sich über die nächsten Jahre; auf einzelne Standorte könne man in diesem Kontext noch nicht eingehen, heißt es laut Kik. 

Der 1994 gegründete Discounter ist in 14 Ländern in Europa mit insgesamt rund 4.200 Filialen und 32.000 Mitarbeitenden präsent. In Deutschland beschäftigt man etwa 19.000 Angestellte. Aufgrund des „dichten Filialnetzes“ biete man jederzeit Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung, die Mitarbeitenden müssten sich auch künftig keine Sorgen um ihre Jobs machen, betont Kik. Der Großteil der Stores sei profitabel und man wolle weiterhin neue Läden eröffnen. Das Unternehmen solle so weiterentwickelt werden, dass es auch unter herausfordernden Marktbedingungen „zukunftssicher und wettbewerbsfähig“ bleibe. 

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