Heinz Speet, Chef von Kik, ist sich sicher, dass Konsumenten trotz der Unglücke in Textilfabriken in Städten wie Dhaka in Bangladesch dennoch nicht bereit seien, für bessere Produktionsbedingungen auch mehr zu zahlen. Kunden interessiere in erster Linie der Preis und die meisten hätten kein schlechtes Gewissen, erklärt er gegenüber dem Handelsblatt. Woher die Kleidung stamme, sei kaum entscheidend, zumal Marken häufig aus denselben Fabriken kämen.
Kik legt den Fokus in diesem Jahr weiter auf die Expansion, unter anderem in Polen und den Niederlanden. In Deutschland, wo es bisher rund 2.600 Filialen des Unternehmens gibt, soll mittelfristig die 3.000er Marke geknackt werden. Im Tarifstreit mit Verdi, die mit Streiks erzwingen wollen, dass Kik im Zentrallager in Bönen nach dem Einzelhandelstarif zahlt, bleibt Speet hart. Das Zentrallager sei ein reiner Logistikdienstleister.
