Die Sanierung der Schuhpark Fascies GmbH steht mit dem beabsichtigten Eintritt der Kienast Holding GmbH & Co. KG laut Unternehmen kurz vor dem Abschluss. Im Rahmen eines strukturierten Investorenprozesses habe sich Kienast mit dem besten Angebot und Gesamtkonzept gegen zahlreiche Mitbieter durchgesetzt. „Wir freuen uns sehr, dass eine so starke Unternehmensgruppe wie Kienast Gesellschafter bei Schuhpark werden und die Marke erhalten will“, sagt Gründer und Geschäftsführer Bernhard Fascies.
Das Unternehmen hatte am 4. April 2019 beim zuständigen Amtsgericht in Münster einen Insolvenzplan eingereicht, der den vollständigen Erhalt des Unternehmens nach Durchführung der Sanierungsschritte vorsieht und den Einstieg eines Investors rechtsverbindlich regelt. Mitte Mai 2019 haben jetzt die Gläubiger der Schuhpark Fascies GmbH die Möglichkeit, über diesen Plan abzustimmen. „Wir sind äußerst zuversichtlich, dass unsere Gläubiger unseren Kurs unterstützen“, erklärt Fascies. Der Gläubigerausschuss hatte sich bereits für diesen Weg ausgesprochen. Mit einem positiven Gläubigervotum und unter Berücksichtigung der üblichen gesetzlichen Fristen könnte die Aufhebung des Insolvenzverfahrens durch das Gericht Ende Juni dieses Jahres erfolgen. „Schuhpark ist ein starkes Konzept mit einem hervorragenden Ruf, das gut am Markt positioniert ist und perfekt in die Kienast-Gruppe passt“, sagt Peter-Phillip Kienast, Geschäftsführer der Kienast Holding GmbH & Co. KG. Bernhard Fascies bleibt dem Unternehmen in beratender Funktion erhalten.
Aufgrund einer schwierigen Markt- und Wettbewerbssituation, nicht zuletzt begründet durch den heißen Sommer 2018 sowie veränderter Rahmenbedingungen wie die zunehmende Abkehr des Kunden zugunsten des Onlinehandels, hatte Schuhpark Fascies entschieden, sich auf dem Weg der Eigenverwaltung neu aufzustellen. Den entsprechenden Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung hatte das Unternehmen am 9. Januar 2019 gestellt. Das Konzept zur Neuausrichtung war in den nachfolgenden Wochen von Geschäftsführer Fascies sowie den beiden in die Geschäftsführung berufenen Restrukturierungsexperten, Dr. Georg Bernsau und Andreas Pantlen von der Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff, in Abstimmung mit dem gerichtlich bestellten vorläufigen Sachwalter Stephan Michels erarbeitet worden. Das zuständige Amtsgericht hat das Verfahren am 27. März 2019 eröffnet. Die Belegschaft war im Anschluss über das Restrukturierungskonzept informiert worden.
Die Kienast Unternehmensgruppe betreibt rund 400 Stores und beschäftigt 2.200 Mitarbeiter. Der Schuhfilialist ist im Bereich Retail mit den Verkaufskonzepten ABC Schuh-Center, K+K Schuh-Center, Shoe4You, street shoes und Claudio Schuhe am Markt präsent. Im Geschäftsbereich Wholesale stattet Kienast als System-Großhändler aktuell rund 100 Verkaufsflächen in Selbstbedienungs-Warenhäusern und bei Cash & Carry-Kunden aus.
Kienast steigt bei Schuhpark Fascies ein
/ 16.04.2019Die Kienast Unternehmensgruppe will als Investor beim Schuhpark Fascies einsteigen. Die Gläubiger müssen noch über den Insolvenzplan abstimmen…

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