Kering erhöht das Ziel für den Abbau seines weltweiten Store-Netzes: Bis Ende 2026 soll die Zahl der direkt betriebenen Standorte netto um mindestens 125 sinken. Bislang waren 100 vorgesehen. In den ersten neun Monaten standen bereits 128 Schließungen insgesamt 23 Neueröffnungen gegenüber. Damit ist das Netz seit Jahresbeginn um 105 Stores geschrumpft.
Die Zahlen beziehen sich auf die Stores der einzelnen Konzernmarken. Zum Mode- und Lederwarenportfolio gehören Gucci, Saint Laurent, Bottega Veneta, Balenciaga, McQueen und Brioni, die jeweils eigene Stores betreiben. Hinzu kommen die Schmuckmarken Boucheron, Pomellato, DoDo und Qeelin sowie die Porzellanmarke Ginori 1735 und die Brillensparte Kering Eyewear.
Bei Gucci ist die Verkleinerung bereits konkret nachvollziehbar: Ende September verfügte die Marke über 472 direkt betriebene Stores, netto 25 weniger als zum Jahreswechsel. In Nordamerika schrumpfte das Netz um elf Standorte, in Westeuropa um sechs, in Asien-Pazifik um fünf und in den übrigen Regionen um drei. Diese Zahlen berücksichtigen jeweils Schließungen und Neueröffnungen.
Parallel bleibt das Geschäft unter Druck. Der Konzernumsatz erreichte im dritten Quartal 3,345 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Wechselkurse und Veränderungen des Konzernumfangs, entspricht das einem Minus von einem Prozent. Guccis Umsatz sank vergleichbar um sechs Prozent auf 1,291 Mrd. Euro. Die Erlöse aus den eigenen Stores und dem eigenen Onlinegeschäft gingen vergleichbar um neun Prozent zurück.
Anders entwickelte sich Guccis Wholesale, also der Verkauf an Handelspartner: Der Umsatz stieg vergleichbar um 45 Prozent auf 120 Mio. Euro. Kering führt den Zuwachs auf eine niedrige Vergleichsbasis und Effekte aus dem Auftragsbestand bei der Auslieferung neuer Kollektionen zurück. Das Plus beschreibt damit höhere Umsätze mit Händlern und bildet deren Verkäufe an Endkunden nicht ab.
CEO Luca de Meo bezeichnet die Erholung von Gucci weiterhin als zentrale Priorität. Zugleich verweist er auf die positive Entwicklung von Saint Laurent, Bottega Veneta und Brioni.
Key Facts
Unternehmen: Kering
Neues Ziel für 2026: Mindestens 125 direkt betriebene Stores netto weniger
Bisheriges Jahresziel: 100 Stores netto weniger
Januar bis September 2026: 128 Schließungen und 23 Neueröffnungen
Bisheriger Nettoabbau: 105 Stores
Mode- und Lederwarenmarken mit eigenen Stores: Gucci, Saint Laurent, Bottega Veneta, Balenciaga, McQueen und Brioni
Schmuckmarken: Boucheron, Pomellato, DoDo und Qeelin
Weitere Portfoliobereiche: Ginori 1735 und Kering Eyewear
Gucci-Store-Netz Ende September: 472 direkt betriebene Standorte
Gucci-Nettoabbau seit Jahresbeginn: 25 Stores
Regionale Nettoveränderung bei Gucci: Nordamerika minus elf, Westeuropa minus sechs, Asien-Pazifik minus fünf, übrige Regionen minus drei, Japan unverändert
Konzernumsatz Q3 2026: 3,345 Mrd. Euro, vergleichbar minus ein Prozent
Gucci-Umsatz Q3: 1,291 Mrd. Euro, vergleichbar minus sechs Prozent
Gucci eigener Retail einschließlich E-Commerce: Vergleichbar minus neun Prozent
Gucci-Wholesale: 120 Mio. Euro, vergleichbar plus 45 Prozent
Einflussfaktoren beim Wholesale laut Kering: Niedrige Vergleichsbasis und Effekte aus dem Auftragsbestand bei der Auslieferung neuer Kollektionen
Vergleichbare Umsatzentwicklung: Bereinigt um Wechselkurse und Veränderungen des Konzernumfangs
CEO: Luca de Meo
