Kein Mindestlohn im Einzelhandel

  /  31.05.2012

In der Einzelhandelsbranche wird es – zumindest vorerst – keinen Mindestlohn geben, da weniger als die nötigen 50% der Beschäftigten tarifgebunden seien. Der HDE fordert jetzt, die Bestimmungen zur Einführung von Mindestlöhnen zu ändern.

Die Einführung eines Tarif-Mindestlohns in der Einzelhandelsbrache ist erst einmal geplatzt. Das Projekt könne momentan nicht verwirklicht werden, heißt es seitens des Hauptgeschäftsführers des Einzelhandelsverbands (HDE) Stefan Genth gegenüber der Berliner Zeitung.

Eine Lohnuntergrenze könne nur für eine gesamte Branche geltend gemacht werden, wenn die verhandelnden Tarifparteien mindestens 50% der Beschäftigten ausmachen. Laut Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (IAB) arbeiteten 2011 in Westdeutschland allerdings nur 44% in einem an den Branchentarifvertrag gebundenen Betrieb, in Ostdeutschland nur 27%. „Die gesetzliche Regelung zur Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen muss reformiert werden“, fordert Genth nun.

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