Die Verbraucher in Deutschland bleiben vor dem Weihnachtsgeschäft zurückhaltend. Für November weist die Studie „NIM Konsumklima powered by GfK“ einen Wert von minus 30,8 Punkten aus. Gegenüber Oktober ist das ein leichter Rückgang um 0,2 Punkte. Nach dem deutlichen Einbruch im Vormonat bleibt die Stimmung damit schwach.
Größere Anschaffungen beurteilen die Verbraucher erneut zurückhaltender. Der entsprechende Indikator sinkt im Oktober um 1,1 Punkte auf minus 11,9. Er erfasst, ob die Befragten den Zeitpunkt für größere Käufe als günstig einschätzen. Auch die Einkommenserwartungen verschlechtern sich leicht: Sie verlieren 0,7 Punkte und liegen nun bei minus 15,7.
„Wachsende Inflationssorgen und verhaltene Einkommensaussichten bremsen die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen, auch wenn die Sparneigung etwas sinkt“, erklärt Rolf Bürkl, Leiter der Konsumklimaforschung beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen, kurz NIM.
Die Sparneigung fällt um 4,3 Punkte auf 17,2, bleibt aber auf hohem Niveau. Ihr Rückgang geht bislang nicht mit einer höheren Anschaffungsbereitschaft einher. Gleichzeitig beurteilen die Verbraucher die wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands günstiger. Die Konjunkturerwartungen steigen zum sechsten Mal in Folge und erreichen plus 2,1 Punkte.
Die Ergebnisse beruhen auf rund 2.000 Verbraucherinterviews vom 1. bis 12. Oktober. Aus den Oktoberwerten wird das Konsumklima für November berechnet. Die Studie beschreibt die Stimmung zum gesamten privaten Konsum und ist keine gesonderte Umsatzprognose für den Mode- und Schuhhandel.
Key Facts
Studie: NIM Konsumklima powered by GfK
Institut: Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM)
Datenerhebung: NIQ/GfK im Auftrag des NIM
Befragungszeitraum: 1. bis 12. Oktober 2026
Stichprobe: Rund 2.000 Verbraucherinterviews
Konsumklima für November 2026: Minus 30,8 Punkte, Rückgang um 0,2 Punkte gegenüber Oktober
Anschaffungsneigung im Oktober: Minus 11,9 Punkte, Rückgang um 1,1 Punkte gegenüber September
Einkommenserwartungen im Oktober: Minus 15,7 Punkte, Rückgang um 0,7 Punkte gegenüber September
Sparneigung im Oktober: 17,2 Punkte, Rückgang um 4,3 Punkte gegenüber September
Konjunkturerwartungen im Oktober: Plus 2,1 Punkte, sechster Anstieg in Folge
Datentyp: Stimmungsindikatoren zum gesamten privaten Konsum, keine gemessenen Handelsumsätze
