Ein Verkauf der Galeria Kaufhof ist nicht ausgeschlossen, die Voraussetzungen müssten aber stimmen, machte Olaf Koch, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Metro AG, auf der Jahreshauptversammlung des Handelskonzerns deutlich. Metro will aber nicht übereilt handeln, sondern erst darüber reden, wenn ein angemessenes Preisangebot vorliegt und ein finanzkräftiger Investor mit Zukunftsperspektive im Gespräch ist.
2012 sei zwar ein schwieriges Jahr gewesen, man wolle jedoch keine Zerschlagungsstrategie mittragen, da es durchaus bei Galeria Kaufhof Fortschritte gäbe. Die Frage, ob dieses Geschäftsmodell zukunftsfähig sei oder nicht, bejahte Koch, denn für das Jahr 2012 gäbe es in Bezug auf die Entwicklung des Kaufhofs nur ein Wort und dieses sei „super“. Für 2013 wolle man den Bereich der Textilien weiter ausbauen und die Eigenmarken in diesem Segment stärken.
Der Verkauf des Warenhauses ist schon seit geraumer Zeit im Gespräch. Zuletzt misslang der Übernahmeversuch der österreichischen Signa-Gruppe, da gegen den Kopf des Immobilieninvestors, René Benko, ein Verfahren gegen Geldwäsche geführt und dieser zu Beginn des Jahres zu 12 Monaten auf Bewährung verurteilt worden war.
