Der Verkauf von Galeria Kaufhof mit allen Standorten in Deutschland und Belgien an die kanadische Hudson’s Bay Company ist vollzogen. „[So] setzen wir den Transformationsprozess und die Entschuldung der Metro Group weiter fort und können uns nun voll auf die Vertriebslinien Metro Cash & Carry, Media-Saturn und Real konzentrieren“, so Vorstandsvorsitzender Olaf Koch. „Darüber hinaus werden wir einen Teil der zufließenden Mittel für unser Portfolio ergänzende und stärkende Akquisitionen in den Vertriebslinien Metro Cash & Carry und Media-Saturn einsetzen. Beste Bespiele sind die kürzlich erworbenen Unternehmen Classic Fine Foods und RTS.“ Der Metro Group fließen nun 1,75 Mrd. Euro zu; der vereinbarte Transaktionswert beträgt 2,825 Mrd. Euro, inklusive der Übernahme verschiedener Verbindlichkeiten. Das Unternehmen sieht sich jetzt „auf dem besten Weg, unsere Nettoverschuldung per 30. September 2015 auf unter 3,2 Mrd. Euro zu reduzieren und unsere Rating-relevanten Kennzahlen weiter zu verbessern“, erklärt Finanzvorstand Mark Frese.
Unter der Leitung von Olivier Van den Bossche, Vorsitzender der Kaufhof-Geschäftsführung, sollen künftig – mithilfe der globalen Präsenz und Geschäftsbeziehungen von HBC – attraktive Premium-Marken das Sortiment von Kaufhof bereichern. Ausgebaut werden sollen vor allem die Segmente Beauty, Schuhe und Handtaschen sowie der Bereich E-Commerce. Darüber hinaus will man die Verkaufsflächen erweitern, indem unproduktive Lager- und Büroflächen umgewandelt werden. Laut der WirtschaftsWoche übernimmt der für das internationale Geschäft zuständige HBC-Manager Donald Watros den Vorsitz des Kontrollgremiums, der bisher in den Händen von Lovro Mandac lag.
Update, 1. Oktober: Donald Watros wurde zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt.
