Karstadt zieht verspätet Bilanz

  /  15.02.2013

Das Bundesamt für Justiz hatte Karstadt zur Offenlegung der Bilanz für das Geschäftsjahr 2010/11 angehalten. Erst Monate nach dem anberaumten Termin legte Karstadt nun die Zahlen offen.

Der Einzelhandelsumsatz der Karstadt Warenhaus GmbH vom Geschäftsjahr 2010/11 (1. Oktober 2010 bis 30. September 2011) ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1% auf rund 3,23 Mrd. Euro gesunken. Das operative Ergebnis betrug 16,3 Mio. Euro und lag um 2,2 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau und damit „im Plan“. Diese Ergebnisse veröffentlichte der Konzern nun im Bundesanzeiger.

Bereinigt um die im März 2010 geschlossenen Betriebsstellen ergibt sich ein Umsatzrückgang auf vergleichbarer Filialanzahl von 0,6%, im Segment Bekleidung konnte der Umsatz mit einem Plus von 0,6% leicht gesteigert werden. Beiträge im Rahmen des Strategiewechsels ergaben ein Minus von 33,5 Mio. Euro, im Jahr zuvor handelte es sich bei derartigen Beträgen um Erträge aus dem Sanierungsgewinn. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 20,8 Mio. Euro.

Bereits bis zum 30. September hatte Karstadt dem Bundesamt für Justiz die Zahlen für das Geschäftsjahr 2010/11 vorlegen und aufgrund der Nichteinhaltung des Termins ein Ordnungsgeldverfahren hinnehmen müssen. Nachdem im Januar 2013 weitere Aufwendungen drohten, sah sich das Unternehmen zur Veröffentlichung gezwungen.

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