Karstadt will Stellen abbauen

  /  17.07.2012

Im Zuge der Unternehmensstrategie „Karstadt 2015“ geht Karstadt die nächsten Schritte und plant den Abbau von 2.000 Stellen bis Ende des Jahres 2014. Zudem soll das Filialnetz weiter modernisiert und der Flächentarifvertrag des Einzelhandels wieder eingeführt werden.

Die Karstadt Warenhaus GmbH führt das Konzept „Karstadt 2015“ weiter fort. Im Zuge dessen will das Unternehmen 2.000 Stellen bis Ende 2014 abbauen. Die Maßnahme soll nach Zustimmung des Aufsichtsrats und unter Einbeziehung der Sozialpartner so sozialverträglich wie möglich umgesetzt werden und in erster Linie über Frühpensionierungen, Nichtverlängerung von befristeten Verträgen sowie freiwilligen Austritt erfolgen. „Karstadt ist ein Unternehmen im Wandel, das im Jahr 2010 durch Nicolas Berggruen aus der Insolvenz gerettet wurde, noch komplexe Altstrukturen aufweist und von uns durch ein schwieriges Marktumfeld gesteuert wird. Nach dem Erfolg unserer bisherigen Restrukturierungsmaßnahmen sind wir heute deutlich näher am Markt und können unser Geschäft entsprechend anpassen“, so Andrew Jennings, CEO von Karstadt. „So schmerzhaft diese Maßnahmen für die betroffenen Mitarbeiter sind, so notwendig sind sie. Karstadt muss seine Organisation anpassen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und die erforderlichen Schritte unternehmen, um unseren Erfolg langfristig zu sichern.“

Karstadt will zudem zum 1. September 2012 zum Flächentarifvertrag des Einzelhandels zurückkehren. Für die Mitarbeiter bedeutet dies den Erhalt ihres vollen Entgelts – wie vor dem zeitlich befristeten Verzicht, was einer Steigerung von 8% entspricht. „Wir sind uns der finanziellen Opfer vollumfänglich bewusst, die die Karstadt Mitarbeiter in den letzten Jahren – hauptsächlich aufgrund des Fortführungstarifvertrags – bringen mussten. Dafür danken wir ihnen sehr“, so Jennings.

Mit der Rettung aus der Insolvenz im Jahr 2010, fiel der Startschuss für die Modernisierung des Filialnetzes. Bislang öffneten 24 neue Warenhäuser ihre Türen; im September 2012 will das Unternehmen nun zudem das Premiumhaus KaDeWe sowie die Stores in Nürnberg und Düsseldorf neu eröffnen. Darüber hinaus soll die Expansion des Young Fashion-Segments vorangetrieben werden und im September 2012 ein zweiter „K Town“ Concept-Store in Köln gelauncht werden. Karstadt setzt außerdem die Expansion von Karstadt Sports zum Jahresende in Kiel fort und will über 50 neue Labels in das Portfolio aufnehmen.

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