Gesetzt den Fall, die Kartellbehörden geben ihr Einverständnis, verkauft Karstadt-Besitzer Nicolas Berggruen die Mehrheit der Anteile an den Karstadt-Premium-Häusern und an Karstadt Sports an den Immobilienkonzern Signa. Im Falle dessen wird das österreichische Unternehmen 75,1% an der Warenhauskette halten. Zu der Premium-Group gehören die Warenhäuser KaDeWe in Berlin, das Alsterhaus in Hamburg sowie Oberpollinger in München. Die Signa Holding ist der bis dato größte Vermieter von Karstadt-Immobilien, so zählen 20 Karstadt-Warenhäuser, darunter auch das KaDeWe, zum Portfolio der Firma.
Der Kaufpreis, der sich laut Medienberichten auf 300 Mio. Euro beläuft, soll insbesondere in die Modernisierung der verbleibenden Standorte gesteckt werden. Zeitgleich wolle man den Aufsichtsratschef von Karstadt austauschen, so soll Stephan Fanderl in die Fußstapfen von Jared Bluestein treten, der seinerseits als Repräsentant von Berggruen Holdings Mitglied im Aufsichtsrat bleibt.
Karstadt war im Mai dieses Jahres aus der Tarifbindung ausgetreten, was bei Arbeitnehmern und der Gewerkschaft Ver.di auf heftige Kritik stieß. Erst kürzlich hatte das Unternehmen jedoch verkündet, man wolle zwar die Tarifpause bis 2016 beibehalten, gesetzt den Fall, die Wirtschaft würde überraschend wieder anziehen, würde man jedoch die Löhne in diesem Zeitraum stufenweise anheben.
