Dem Karstadt-Konzern stehe ein hartes Jahr bevor, prognostiziert Andrew Jennings, der seit Januar 2011 CEO des Unternehmens ist. Aufgrund dessen sind eine Reduzierung des Sortiments und die Auslagerung von Mitarbeitern vorgesehen, ebenso sei nicht ausgeschlossen, dass Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stellen müsse, um die Sanierung des Konzerns weiter vorantreiben zu können.
Innerhalb der nächsten 18 Monate soll das Multimediageschäft komplett gestrichen und das Modesortiment um 20% verkleinert werden. Auch weniger Lieferanten gehören zu den Plänen. Jennings baut unter anderem auf Fokussierung, um das Unternehmen, das 2010 von Nicolas Berggruen aus der Insolvenz gerettet wurde, wieder zum Erfolg zu führen.
„Es ist ein ständiger Prozess: Wir werden mindestens einmal pro Jahr das gesamte Sortiment überprüfen. Dabei gucken wir auf die Profitabilität jeder einzelnen Marke. Das wurde bei Karstadt bisher nicht gemacht“, erklärt Jennings in einem Interview mit der Financial Times Deutschland.
Ebenfalls in Planung ist die Auslagerung der Mitarbeiter der hauseigenen Gastronomie. Ab Oktober 2012 sollen alle Angestellten vertraglich zur Gastronomie-Tochter Le Buffet gehören anstatt zum Warenhaus. Jennings begründet im Interview diesen Prozess mit dem Wort „Spezialisierung“.
Dass die Sanierungspläne nicht von heute auf morgen den gewünschten Erfolg bringen, erklärt Andrew Jennings so: „Selbst wenn wir Rückenwind hätten, würden wir unsere Ziele nicht über Nacht erreichen. Wir haben aber keinen Rückenwind, wir haben Gegenwind. In einem so schwierigen wirtschaftlichen Umfeld braucht man umso mehr Zeit und muss sehr hart arbeiten. Das tun wir. Wir sind ein Unternehmen im Wandel.“
Karstadt sortiert aus
/ 05.03.2012Nach einem „extrem schwierigen“ Wintergeschäft setzt Karstadt nun auf Verschlankung. So will sich der Konzern künftig nicht nur aus dem Multimediageschäft zurückziehen, auch beim Modesortiment sollen Kürzungen erfolgen.

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