Der Betriebsrat und das Unternehmen Karstadt haben sich auf einen Sozial/Sanierungsplan geeinigt. Für 1.400 Beschäftigte der Warenhauskette wird es Kündigungen geben, man wolle jedoch eine Transfergesellschaft einrichten, um die Betroffenen weiterzuqualifizieren. Im Rahmen des geschlossenen Kompromisses habe man sich ebenfalls darauf verständigen können, dass – entgegen kursierender Gerüchte – keine so genannte Abgruppierung von Verkäufern zu Warenservice-Mitarbeitern stattfindet, die fokussiert mit der Aufgabe des Warenauspackens sowie -einräumens betraut werden sollten. Hierbei setze das Unternehmen auf „Freiwilligkeit und Fluktuation“.
Die zu Beginn der Verhandlungen im Jahr 2014 geplante Schließung von 30 der insgesamt 83 Stammhäuser reduziert sich auf eine vorläufige Zahl von sechs, so werde Karstadt sich von den Filialen in Hamburg-Billstadt und Stuttgart, den K-Town-Niederlassungen in Köln und Göttingen sowie den Schnäppchen-Häusern in Paderborn und Frankfurt/Oder trennen. Ob dieser Schritt die Umsatzrückgänge auf lange Sicht beenden kann, bleibt abzuwarten, weitere Schließungen seien, so Karstadt-Chef Stephan Fanderl, aus diesem Grund nicht ausgeschlossen. Für acht bis zehn Geschäfte wolle man individuelle Lösungen suchen und im Vorfeld klären, ob eine Möglichkeit besteht, früher aus den bestehenden Mitverträgen auszutreten. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Karstadt und Ver.di ist für den 24. Februar 2015 vorgesehen.
