Die Premium- und Sporthäuser des Warenhauskonzerns Karstadt gehen mehrheitlich an die österreichische Signa-Gruppe des Immobilieninvestors René Benko. Am 29. Oktober dieses Jahres gab das Bundeskartellamt in Bonn – laut Liste der Zusammenschlussverfahren – die Zustimmung zur Transaktion, nach der Umfang von 75,1% der Unternehmensanteile wie geplant in Benkos Besitz übergehen. Nicolas Berggruen hält weiterhin 100% der übrigen 83 Karstadt-Warenhäuser.
Ein Kaufpreis sei nicht gezahlt worden, bei den 300 Mio. Euro handle es sich vielmehr um eine Finanzspritze, die in die Modernisierung und Stärkung aller Karstadt-Häuser fließen solle. Laut Spiegel sollen nun jedoch hohe Anteile des Erlöses für die Steigerung der Mieten aufgewendet werden und so direkt an Benko zurückfließen. Man hatte Berggruen bereits vor Monaten eine undurchsichtige Strategie für die Übernahme der Kartstadt-Häuser vorgeworfen. Insgesamt besitzt die Signa-Group derzeit 20 Immobilien der Kaufhauskette.
