Karstadt legt Sanierungskonzept vor

  /  12.09.2014

Die erste Gremiumssitzung des neuen Karstadt-Aufsichtsrates am 11. September 2014 sollte Klarheit bringen, doch nicht alle Fragen wurden beantwortet…

Am 11. September dieses Jahres wurde der neue Sanierungsplan der Karstadt Warenhaus GmbH in der ersten Sitzung des neuen Aufsichtsratgremiums präsentiert. Einig war sich das Management in den Punkten, dass die seit 2011 verfolgte Strategie wirtschaftlich fehlgeschlagen sei und eine Fortführung des Kurses Verluste mittelfristig weiter ansteigen ließe. Eine erfolgreiche Sanierung sei demzufolge zwingend von der Umsetzung operativer und struktureller Maßnahmen abhängig. Der vorgelegte Sanierungsplan basiert demzufolge auf drei Säulen: Ertragssteigerungen, Maßnahmen zur nachhaltigen Senkung von Personal- sowie Sachkosten. Erstere kann ausschließlich über die Berücksichtigung regionaler Sortimentsanforderungen, Nutzung des lokalen Know-hows und der Erfahrungen der Karstadt-Mitarbeiter erreicht werden.

Des Weiteren soll die Senkung von Personal- und Sachkosten über alle Bereiche des Unternehmens hinweg erfolgen, das beträfe nicht nur die Filialen, sondern auch das Service Center und die Logistik in Essen. Karstadt Warenhaus-Geschäftsführer und Chief Finance Officer Miguel Müllenbach – unterstützt von Chief Merchandise Officer (Einkaufschef) Jörg Peter Schmiddem und Chief Retail Officer Sales (Vertriebschef) Thomas Wanke – sei der Meinung, dass strukturelle Maßnahmen zur Rentabilitätsverbesserung des Filialportfolios eingeleitet, gegebenenfalls defizitäre Häuser geschlossen werden müssten. Konkrete Angaben zum Umfang des Personalabbaus gab es nicht, zu den Gerüchten um die Schließung von rund 30 Karstadt-Stammhäusern äußerte sich das Management lediglich dahingehend, als dass noch keine Beschlüsse diesbezüglich gefasst worden seien.

Bis zur nächsten Sitzung am 23. Oktober dieses Jahres, im Zuge derer über eine adäquate Besetzung und Struktur des Managements entschieden werden soll, wolle man alle Punkte gemeinsam mit Arbeitnehmergremien und Verdi prüfen, diskutieren und ausbalancieren.

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