Bei Karstadt sollen im Zuge der Unternehmensstrategie „Karstadt 2015“, die den Abbau von 2.000 Stellen mit sich bringt, auch 100 Manager-Positionen gestrichen werden. „Wir gehen davon aus, das im ersten Jahr 1.000 Stellen und im zweiten Jahr nochmals 1.000 Stellen betroffen sind. Wir wollen effizienter werden. Dazu gehört natürlich auch, dass wir schlankere Strukturen einführen – weniger Hierarchie. Ein Ansatzpunkt ist deshalb die mittlere Managementebene“, so Personalchef Kai-Uwe Weitz gegenüber der WirtschaftsWoche.
Die Maßnahme soll so sozialverträglich wie möglich umgesetzt werden und vor allem über Frühpensionierungen, Nichtverlängerung von befristeten Verträgen sowie freiwilligen Austritt erfolgen, hieß es kürzlich noch. Wenn das nicht genüge, „würden wir beispielsweise auch an Transfergesellschaften denken“, erklärte Weitz jetzt gegenüber der Zeitung. Betriebsbedingte Kündigungen wolle er nicht ausschließen.
Zu dem Vorwurf seitens Ver.di, der Personalabbau sei ein Sparprogramm, das ein völlig falsches Signal setze, sagte er: „Schon die Bezeichnung ‚Sparprogramm‘ ist für diese Aufgabe eigentlich eine Beleidigung. […] Es gibt Prozess- und Strukturverbesserungen, die jedes Handelsunternehmen angehen muss und die Auswirkungen auf den Personaleinsatz haben. Das ist kein Hexenwerk und kein Kahlschlag, sondern ein normaler Vorgang.“
Karstadt: Kündigungen auch im Management
/ 23.07.2012Der Stellenabbau bei Karstadt soll auch das Management betreffen. Langfristig werde es rund 100 Arbeitsplätze weniger für Abteilungsleiter geben. Das Unternehmen will im Zuge eines Umstrukturierungsprogramms 2.000 Stellen streichen.

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