Karstadt-Krise: Jahresfehlbetrag erhöht sich

  /  07.08.2015

Mit einem Jahresfehlbetrag von 190,6 Mio. Euro hat Karstadt das Geschäftsjahr 2013/14 abgeschlossen und steckt damit noch tiefer in den roten Zahlen…

Karstadt ist im Geschäftsjahr 2013/2014 (Stichtag: 30. September 2014) laut Bundesanzeiger mit einem Fehlbetrag von 190,6 Mio. Euro weiter  in die roten Zahlen gerutscht. Im Vorjahr lag der Nettoverlust bei 131,1 Mio. Euro. Der Einzelhandelsumsatz der 83 Warenhäuser sank um 2,7% auf rund 2,2 Mrd. Euro. Laut Unternehmen liegen die Gründe dafür in schlechten Witterungsverhältnissen im Weihnachtsgeschäft sowie in Konzepten wie der Pro 7-Show „Fashion Hero“, die die Erwartungen nicht erfüllt hatten. Die Sonderbelastungen betrugen 83 Mio. Euro, die auch auf der Sparprogramms zurückzuführen seien. Das Betriebsergebnis verbesserte sich allerdings von -124 Mio. auf -108 Mio. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Jahresfehlbetrag im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Die Metro AG hatte Kaufhof kürzlich an Hudson’s Bay statt an Karstadt-Eigentümer René Benko und seine Signa Holding verkauft. Seitens Karstadt hieß es, man wolle die „äußerst positive Entwicklung der Karstadt Warenhaus GmbH mit aller Kraft fortzusetzen, Karstadt Sports selbständig zu positionieren und The KaDeWe Group mit dem neuen strategischen Partner weiterzuentwickeln“. Die Mehrheit an letzterer hält nun das italienische Unternehmen La Rinascente.

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