Konkrete Ergebnisse soll es erst in den kommenden Wochen geben, im Rahmen der ersten Verhandlungsrunde zwischen Karstadt-Management und -Betriebsrat, die am 12. November 2014 startete, wurden jedoch bereits erste Schritte des Sanierungsplans dargelegt. Der Betriebsrat spricht vom „Paket der Grausamkeiten“, hinter dem sich neben den bereits bekannt gegebenen Filialschließungen massive Einschnitte im Personalsegment sowie im finanziellen Bereich verbergen. Die Mitarbeiter, von denen laut Medienberichten mittlerweile fast 2.000 gänzlich – rund 1.000 weitere durch Teilzeitkürzungen – ihren Arbeitsplatz verlieren könnten, sollen im Zuge des vorgelegten Rekonstruierungsplans nicht nur auf Zusatzleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten müssen, zudem erhöhe sich die wöchentliche Arbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden.
Sowohl der Betriebsrat als auch Ver.di wollen gegen die geplanten Änderungen vorgehen: Eine Radikalkur soll das Unternehmen bis 2015 wieder auf Kurs bringen und könnte damit einem Eintritt in die Tarifbindung ein Stück näher kommen. In der dritten Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft Ver.di, die am 17. November dieses Jahres beginnt, strebe man jedoch einen früheren Termin an und wolle konkret über die Zukunft des Konzerns mit den Unternehmensbereichen Warenhaus, Sports und Premium diskutieren. Einer Gehälterkürzung werde man in keinem Fall zustimmen, sodass Betriebsratchef Hellmut Patzelt die Vermutung äußerte, dass die Parteien bis Ende des laufenden Jahres zu keiner Einigung gelangten.
Karstadt im Sparmodus
/ 17.11.2014Keine vorweihnachtliche Stimmung bei Karstadt – kurz vor Start des Weihnachtsgeschäfts legt das Management das „Paket der Grausamkeiten“ vor…

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