Karstadt geht auf Ver.di zu

  /  26.08.2013

Drei Monate nach dem Ausstieg von Karstadt aus dem Tarifvertrag will man nun gemeinsam mit Ver.di nach einer Lösung suchen...

Man arbeite an den Eckpunkten der anstehenden Verhandlungen mit Ver.di, heißt es derzeit in verschiedenen Medienberichten über Karstadt. Die Warenhauskette hat mit zwei Sondierungsgesprächen den Kontakt mit der Gewerkschaft im Rahmen der laufenden Tarifrunde wieder aufgenommen, bestätigt selbige auf Anfrage. Das Unternehmen hatte Mitte Mai 2013 überraschend die Tarifverträge gekündigt, um eine hausinterne Regelung auszuhandeln. Für die Mitarbeiter entfallen damit unter anderem bis 2015 Gehaltserhöhungen, die tarifvertraglich vereinbart sind. Die Gewerkschaft kritisierte dieses Vorgehen, da Karstadt-Beschäftigte in den vergangenen Jahren auf insgesamt 650 Mio. Euro hatten verzichten müssen.

Die Tatsache, dass man nun auch laut Karstadt die Notwendigkeit einer gemeinschaftlich erarbeiteten Lösung sehe und Verhandlungsbereitschaft signalisiere, wird seitens Ver.di begrüßt. Zu den Forderungen der Gewerkschaft äußert sich Pressesprecherin Christiane Scheller wie folgt: „Ziel von Ver.di ist nach wie vor die sofortige Rückkehr des Unternehmens in die regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels. Die Beschäftigten bei Karstadt brauchen darüber hinaus auch Zukunftssicherheit und eine planbare Perspektive. […] Aus diesem Grund wird Ver.di mit Karstadt auch über den Abschluss eines Tarifvertrags zur Standort- und Beschäftigungssicherung verhandeln.“ Ein Ergebnis wollen beide Parteien gemeinschaftlich noch im Oktober dieses Jahres präsentieren, für Ende September sind Verhandlungstermine vereinbart.

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