Die Premium- und Sporthäuser von Karstadt sind kürzlich zu 71,5% in den Besitz von der Signa Holding und damit dem österreichischen Immobilieninvestor René Benko übergegangen. Laut einer Aufsichtsratsvorlage der Signa Holding, die dem Manager Magazin vorliegt, habe dieser jetzt die Hälfte seiner Anteile (37,55%) an den Diamantenhändler Steinmetz weiter gereicht, der bisherige Karstadt-Inhaber Nicolas Berggruen sei „üppig entschädigt“ worden. Darüber hinaus bestünde für Benko/Steinmetz die Option, für die Summe von einem Euro ebenfalls 71,5% der Karstadt-Stammgesellschaften zu übernehmen.
Berggruen würde im Zuge dessen gegen eine geringe Stammeinlage eine Beteiligung von 24,9% an allen drei Karstadt-Gesellschaften halten. Benko und Steinmetz wollen binnen zwei Jahren rund 300 Mio. Euro in die Modernisierung der Karstadt-Häuser stecken, Gerüchten zufolge fließe das Geld jedoch durch Mieterhöhungen in deren eigene Tasche zurück.
