Seit dem Beginn des Geschäftsjahres 2013 am 1. Oktober 2013 kämpft der Warenhauskonzern Karstadt nach Informationen des Nachrichten-Magazins Der Spiegel mit Umsatzverlusten und konnte im Februar 2013 lediglich Verkäufe von 133 Mio. Euro generieren. Dies liege 12% unter den Planungen und 15% unter den Umsätzen im Vorjahr, sodass ein Gesamtumsatz von 1,3 Mrd. Euro erwirtschaftet werden konnte. Im Vergleich zu 2012 liegt das Unternehmen damit knapp 136 Mio. Euro zurück, dabei wollte man im Zuge der „Karstadt 2015“-Strategie den Umsatz auf 3,5 Mrd. Euro steigern.
Man blicke „mit großer Sorge [auf] die betriebswirtschaftlichen Entwicklungen“, heißt es in einem Schreiben der Betriebsräte an Firmenchef Andrew Jennings. Das Umsatzminus wird als „alarmierend“ bezeichnet und gehe „an die Substanz des Unternehmens“. Zudem befürchte man eine eingeschränkte Handlungsfähigkeit und die Gefährdung weiterer Arbeitsplätze, trotzdem soll die Geschäftsführung für das laufende Geschäftsjahr schon Boni erhalten haben. Aufsichtsratchef Jared Bluestein begründet diesen Schritt laut Aufsichtsratprotokoll damit, dass selbst eine minimale Verbesserung der Unternehmensergebnisse gewürdigt werden müsse, da es anderweitig nicht möglich sei, „qualifizierte Kandidaten“ für Geschäftsführerpositionen zu gewinnen.
Grundsätzlich sei man laut Unternehmen im Transformationsprozess allerdings vorangekommen und habe Fortschritte gemacht. Dabei soll der Stellenabbau weitest gehend abgeschlossen, die Gastronomie-Tochter LeBuffet neu aufgestellt und Schlüsselpositionen neu besetzt worden sein. „Für uns ist es ein wichtiges Signal, dass das Interesse an Karstadt auf dem Arbeitsmarkt erkennbar stark ansteigt“, erklärte Karstadt-Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz. Dazu sollen Rüdiger Hartmann als künftiger Director Operations IT, Supply Chain, Immobilien und Bau, Urs Bischof als neuer Geschäftsführer von LeBuffet und Terry von Bibra als Leiter E-Commerce im Folgenden für das Unternehmen verantwortlich zeichnen.
