Jeder vierte Händler trägt Retourkosten

  /  06.06.2014

Die aktuelle Händlerbund-Studie zeigt, dass sich im Vergleich zum September 2013 immer mehr Händler dazu bereit erklären, die Retouren auch künftig selbst zu tragen…

Ab dem 13. Juni 2014 treten die neuen Verbraucherrecht-Richtlinien in kraft, laut derer die Konsumenten die Kosten für über E-Stores erworbene und anschließend retournierte Ware selbst tragen müssen. Bereits im September 2013 erklärten sich große Onlinehändler wie Amazon, Zalando oder Otto im Zuge einer Umfrage des Händlerbundes dazu bereit, weiterhin die Kosten für zurückgesandte Ware selbst zu tragen. An diesem Status hat sich laut aktueller Händlerbund-Studie nichts geändert, die Zahl jener, welche angaben, die Retourkosten künftig auf die Kunden umzulegen, ist jedoch von 88% auf rund 75% gesunken. Ein möglicher Grund könnte die Ankündigung der Big Player im E-Commerce-Sektor sein, den kostenlosen Retourservice trotz neuer Verbraucherrechtlinien aufrechterhalten zu wollen.

Zudem zeigen sich einige Händler noch immer nicht richtig vorbereitet. Kurz vor dem Stichtag am 13. Juni dieses Jahres gaben knapp 3% der Befragten an, nichts von der neuen Regelung gehört zu haben. Darüber hinaus fühle sich auch zum jetzigen Zeitpunkt noch jeder dritte Händler „schlecht“ oder „sehr schlecht“ informiert, viele seien zudem nicht auf die Umsetzung eingestellt. Das Vertrauen in die neuen Richtlinien scheint ebenfalls zu schwinden: So sank die Zahl derer, die sich durch die Veränderungen Umsatzsteigerungen erhofften, im Mai 2014 um 7 auf 13%. Auch der Anteil derjenigen Händler, die einen Mehraufwand durch die neuen Informationspflichten befürchten, verzeichnete in den Monaten vor dem Stichtag einen Anstieg um 19 auf 83%.

Die einheitliche Widerrufsfrist von 14 Tagen findet allerdings Anklang unter den Befragten. Mehr als jeder Zehnte findet dies angemessen. Zeitgleich begrüßen drei von vier Händlern die Abschaffung des derzeitigen alternativen Rückgaberechts.

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