In den Jahren 2001 bis 2011 konnte der europäische Markt eine jährliche Steigerung der Jeans-Importe um 8% verbuchen, nach einem bisherigen Rekordwert von 490 Mio. Paar Jeans sank die Einfuhrquote jedoch im vergangenen Jahr um 7,3% auf knapp 455 Mio. (mit 225 Mio. Paar wurden 2003 in etwa die Hälfte importiert). Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des französischen Verbandes Cercle Euro-Méditerranéen des Dirigeants Textile-Habillement (CEDITH) nach Auswertung von Eurostat, laut derer zudem der deutsche Markt mit 115 Mio. Paar Jeans als größter Jeans-Importeur der EU fungiert.
Großbritannien (rund 74 Mio.) und Spanien (72 Mio.) – letzterer mit einer 14%igen Steigerung seit 2005 und damit auf ähnlichem Niveau wie die Briten – folgen mit Abstand, Frankreich und Italien importieren mit 47 Mio. Paar rund ein Drittel weniger Jeans als Deutschland. Die Italiener sollen mit über 12 Euro die teuerste Jeans kaufen, während die deutschen Importeure 8,50 Euro pro Stück bezahlt, heißt es.
In den Exportländern, aus denen die Jeans stammen, gibt es erhebliche Preisunterschiede. So liegt der Durchschnitt bei rund 8 Euro. Die Werte für Jeans aus Vietnam, Indien oder Marokko sowie so genannten Billiglohnländern wie China, Bangladesch, Pakistan und Kambodscha lägen jedoch noch darunter. Die importierten Waren werden in den jeweiligen Verkaufsländern zu ebenso unterschiedlichen Preisen veräußert, so kostet eine Damenjeans in Bulgarien 19,18 Euro, in Litauen hingegen 67,24 Euro im Durchschnitt.
