JD Sports hat sein deutsches Filialnetz von 91 auf 62 Standorte reduziert. Die Neuordnung fällt in ein Halbjahr mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen…
JD Sports hat die Restrukturierung seines deutschen Geschäfts im August 2026 abgeschlossen. Der britische Sportmodehändler reduzierte sein Filialnetz von 91 Geschäften zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres auf ein Kernnetz von 62 Standorten. Damit gab das Unternehmen 29 Geschäfte beziehungsweise knapp 32 Prozent seines bisherigen Netzes auf.
Zugleich organisierte JD Sports die deutsche Zentrale neu und reduzierte die Zahl der Stellen. Wie viele Arbeitsplätze betroffen sind und welche Standorte geschlossen wurden, nennt das Unternehmen nicht.
Die Bereinigung fällt in ein schwaches Halbjahr. In den 26 Wochen bis zum 1. August 2026 sank der Konzernumsatz um 0,7 Prozent auf 5,899 Milliarden Pfund. Der bereinigte Vorsteuergewinn ging um 19,7 Prozent auf 282 Millionen Pfund zurück. Die flächenbereinigten Umsätze der Filialen verloren 4,9 Prozent.
Auch zwischen den Produktgruppen zeigen sich deutliche Unterschiede. Die organischen Schuhumsätze sanken um rund 3 Prozent. Bekleidung und Accessoires legten dagegen um rund 4 Prozent zu und erreichten einen Umsatzanteil von 36 Prozent. Vorstandschef Régis Schultz erklärte, das Handelsumfeld bleibe schwierig. Zugleich sehe er Fortschritte bei der Umsetzung der Konzernstrategie.
Die Reduzierung um knapp 32 Prozent ist eine deutliche Flächenbereinigung im deutschen Sportmodehandel. Für Einkaufszentren, Innenstädte und konkurrierende Sneakerhändler ist vor allem die Größenordnung des Rückzugs relevant.
Key Facts
Filialnetz Deutschland: von 91 auf 62 Standorte reduziert
Netzreduzierung: 29 Standorte beziehungsweise knapp 32 Prozent
Restrukturierung abgeschlossen: August 2026
Deutsche Zentrale: neu organisiert und Stellenzahl reduziert
Halbjahresumsatz: 5,899 Milliarden Pfund
Bereinigter Vorsteuergewinn: 282 Millionen Pfund
Berichtszeitraum: 26 Wochen bis zum 1. August 2026
