Die Palmers Textil AG hat während der zweiten Gläubigerversammlung im Rahmen des Sanierungsverfahrens verkündet, dass eine strategische Investorengruppe rund um ein börsennotiertes, nicht aus Österreich stammendes Textilunternehmen einsteigen werde. Die Übernahme soll bis zum 20. Mai 2025 erfolgen, dann findet eine weitere Gläubigerversammlung statt. Mithilfe der neuen Investoren soll Palmers als eigenständiges Unternehmen weiterentwickelt werden und neue Märkte erschließen. Das Führungsteam bleibe an Bord und werde das Sanierungskonzept umsetzen.
Die Forderungen belaufen sich auf fast 77 Mio. Euro, 17 Mio. Euro davon wurden bislang anerkannt. Die Gläubiger sollten 30% erhalten, nachdem Palmers vor Gericht die Eigenverwaltung zurückgelegt hat, sinkt diese Zahl auf 20%.
Bis März wurden 36 defizitäre Stores im Inland geschlossen. Zudem sollten unwirtschaftliche Franchise-Verträge beendet werden. Darüber hinaus war die Schließung von defizitären Tochtergesellschaften im Ausland geplant.
Das österreichische Wäscheunternehmen hatte im Februar dieses Jahres beim Landesgericht Wiener Neustadt Insolvenz angemeldet, nachdem kein Investor gefunden werden konnte. Die Ursachen für den Antrag auf ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung sollen im Wettbewerb in einem gesättigten Markt, der Inflation und im Zuge dessen dem Kaufkraftverlust liegen. Das Verfahren wurde am 15. Februar 2025 eröffnet.
Investorengruppe steigt bei Palmers ein
/ 22.04.2025Für die Palmers Textil AG, die im Februar Insolvenz angemeldet hat, wurden Investoren gefunden, die Palmers als eigenständiges Unternehmen fortführen wollen…

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