Innatex: Prozesse im Wandel

  /  20.01.2026

Im Rahmen der Januar-Edition der Innatex, die leicht höhere Besucherzahlen verzeichnet habe, wurde die Notwendigkeit strategischer Weiterentwicklungen diskutiert…

Trade Fair Impressions ©INNATEX Scope Marketing

Marken und Handel seien sich einig, dass die Ansprüche an die Modebranche steigen - das habe die 57ste Ausgabe der Innatex vom 17. bis zum 19. Januar 2026 gezeigt. Die internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien verzeichnete laut Veranstalter leicht höhere Besucherzahlen im Vergleich zu den Vorjahren. Auch von einem wiederkehrenden Optimismus war die Rede. Gleichzeitig bleibe die Situation insgesamt komplex, weshalb es umso wichtiger werde, Kommunikationsansätze sowie Prozesse kritisch zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Zusammenarbeit als Hebel für Zukunftsgestaltung

„Resilienz hat damit zu tun, wie gut man auf Transformation reagiert“, sagt Jonathan Radetz, Designer und Gründer von halt.clothing. Als neuer Kooperationspartner der Innatex entwickelte und kuratierte er die erstmals realisierte Evolution Stage. „Nachhaltige Mode muss sich von den Marktmechanismen, nach denen auch Fast Fashion funktioniert, emanzipieren“, so Radetz. „Unternehmen verfügen nur über kurze Kontaktmomente, um vom Kauf zu überzeugen. Wenn Branchenplayer zusammenarbeiten, wie das auf der Innatex passiert, lassen sich im idealen Fall beispiellose Wege finden. Die Evolution Stage soll Raum schaffen für Erkenntnisse, Weiterentwicklung und Methoden, die einen echten Unterschied machen.“

Langfristiger Einsatz von Ressourcen entscheidet

Um sich in einem dynamischen Marktumfeld zu behaupten und die entscheidenden Impulse zu setzen, seien ein fortlaufender Ressourceneinsatz und Weiterentwicklung nötig. Insbesondere nachhaltige Modeunternehmen profitieren von systematischer, selektiver Beziehungsarbeit. Das Talkprogramm habe gezeigt, wie stark sich der Modehandel im Umbruch befinde, und wo konkrete Hebel liegen: von KI-gestützten Anwendungen im Verkauf über neue Designprozesse jenseits kurzlebiger Trends bis hin zu Langfristigkeit als strategischer Erfolgsfaktor. Diskutiert wurde, wie Unternehmen mit veränderten Kundenerwartungen umgehen und welche Bedeutung klaren Markenprofilen zukommt.

„Nachhaltiger Erfolg und aktive Gestaltung von Wandel erfordert den Mut, langfristig zu denken und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wer vorausschauend agiert und den kritischen Austausch sucht, schafft die Grundlage für zukunftsfähiges Wachstum“, sagt Markus Schelkle, Head of Sales Outdoor Sports bei Vaude. „Wichtig und entscheidend ist dabei, die eigenen Ziele klar zu definieren und die daraus resultierenden Anforderungen und Konsequenzen bewusst zu kennen.“

Multi-Purpose im Fokus

Auf Produktebene habe sich gezeigt, dass stark segmentierte Sparten wie Anlassmode, Business-Anzüge oder Loungewear an Bedeutung verlieren. Gefragt seien Kleidungsstücke, die unterschiedliche Lebensbereiche abdecken. Dem gegenüber stehen Statements und auffällige Prints, die dem Bedürfnis nach Selbstausdruck und Differenzierung nachkommen. Polyesterfreie, funktionale Materialien bedienen den weiterhin wachsenden Fitness- und Wellnesstrend.

Der Innatex Showroom Bern am 22. und 23. Februar schließt diese Orderrunde ab. Die nächste Innatex findet vom 18. bis zum 20. Juli 2026 statt.

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