Der spanische Modekonzern Inditex hat Umsatz und Gewinn im ersten Geschäftshalbjahr 2026 deutlich gesteigert. Die Erlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,6 Prozent auf 19,76 Mrd. Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 9,2 Prozent.
Damit hat die Muttergesellschaft von Zara, Bershka, Pull&Bear und weiteren Marken ihr Wachstum spürbar beschleunigt. Im ersten Geschäftshalbjahr 2025 hatte der Umsatz lediglich um 1,6 Prozent zugelegt. Währungsbereinigt waren es damals 5,1 Prozent.
Auch der Start in das zweite Halbjahr verlief deutlich positiv. Zwischen dem 1. August und dem 7. September stiegen die stationären und digitalen Verkäufe währungsbereinigt um 9 Prozent. Inditex spricht von einer guten Resonanz auf die Herbst- und Winterkollektionen.
Der Nettogewinn erhöhte sich im ersten Halbjahr um 6,8 Prozent auf 2,98 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern wuchs um 7,6 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro. Die Bruttomarge verbesserte sich von 58,3 auf 58,7 Prozent. Die betrieblichen Aufwendungen nahmen mit 8,3 Prozent etwas stärker zu als der Umsatz.
Zara einschließlich Zara Home und Lefties blieb mit 13,78 Mrd. Euro die mit Abstand größte Konzernsparte. Auffälliger entwickelten sich jedoch einige kleinere Marken. Bershka steigerte den Umsatz von 1,44 auf 1,68 Mrd. Euro, Stradivarius von 1,33 auf 1,57 Mrd. Euro. Oysho kam auf 472 Mio. Euro nach 389 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Europa gewann innerhalb des Konzerns weiter an Gewicht. Ohne Spanien entfielen 51,5 Prozent des Umsatzes auf die Region, nach 50,7 Prozent im Vorjahr. Zusammen mit dem spanischen Heimatmarkt erzielte Inditex 67,1 Prozent seiner Erlöse in Europa.
Gleichzeitig setzte der Konzern den Umbau seines Filialnetzes fort. In 51 Märkten wurden Geschäfte eröffnet, verlagert, modernisiert oder zusammengelegt. Ende Juli betrieb Inditex weltweit 5.444 Stores. Ein Jahr zuvor waren es 5.528. Trotz 84 weniger Geschäften legte der Umsatz deutlich zu.
Stärker als die Erlöse wuchsen die Warenbestände. Ihr Wert erhöhte sich zum 31. Juli um 9,3 Prozent auf 3,79 Mrd. Euro. Inditex bezeichnet die Qualität der Vorräte als gut, veröffentlicht aber keine Aufteilung nach Marken oder Saisonware.
Der freie Cashflow stieg von 1,17 auf 2,30 Mrd. Euro. Die Nettoliquidität erreichte 10,4 Mrd. Euro. Der Konzern will seine Investitionen in Geschäfte, Onlinehandel und zentrale Logistikplattformen fortsetzen.
Key Facts: Umsatz 19,76 Mrd. Euro, plus 7,6 Prozent
Nettogewinn 2,98 Mrd. Euro, plus 6,8 Prozent
Aktuelle Verkäufe währungsbereinigt plus 9 Prozent
Europa liefert 67,1 Prozent des Konzernumsatzes
5.444 Geschäfte zum 31. Juli 2026
Warenbestand steigt um 9,3 Prozent
Nettoliquidität erreicht 10,4 Mrd. Euro
