Bangladesch ist auf der Rangliste der wichtigsten Importländer für den deutschen Textil- und Haushaltswarenhandel um einen Platz vorgerückt und konnte sich erstmals hinter der Volksrepublik China auf dem Siegerpodest Rang Zwei sichern. Laut Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels (AVE) steigerten Unternehmen – darunter C&A, Karstadt, Lidl, Otto und Tchibo – die Importe aus dem südasiatischen Land um 23,9%. Insgesamt gesehen, verdreifachten sich die Einfuhren aus Bangladesch deutschlandweit in den vergangenen zehn Jahren. Der Drittplatzierte, die Türkei, hingegen verlor mehr als fünf Prozentpunkte, was zu einem halbierten Wert über den gleichen Zeitraum führte.
Der Trend, so die AVE, gehe trotz höherer Flexibilität und vergleichsweise kurzer Transportwege aus der Türkei eindeutig nach Asien. Indien belegte im Ranking den vierten Platz mit einem Zuwachs von etwa 10%. Laos verbuchte einen Anstieg des Importvolumens um mehr als das Doppelte (+101,4%), Myanmar um knapp 50% (+44,6%), wenn auch der Anteil am Gesamtimportsumfang verhältnismäßig gering ausfällt.
„Der deutsche Einzelhandel leistet wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung in den Lieferländern“, so der AVE-Hauptgeschäftsführer, Jan Eggert. „Gleichzeitig werden wir dort verstärkt im Rahmen der Business Social Compliance Initiative (BSCI) unserer Verantwortung nachkommen und uns weiter für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen engagieren.“ Insgesamt nahm das Importvolumen des deutschen Einzelhandels um 2,9% im Vergleich zum Vorjahr zu.
Importländerranking verschiebt sich
/ 23.09.2014Während China unangefochten auf dem Siegerpodest verweilt, sicherte sich im Ranking der wichtigsten Lieferländer für Deutschland diesmal nicht die Türkei den 2. Platz…

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