In der Rangliste der wichtigsten Lieferländer für den deutschen Markt hat Bangladesch erstmals Indien vom dritten Platz verdrängt. So nahmen die Importe aus dem südasiatischen Land in 2012 gegenüber dem Vorjahr um 16,1% zu. „Bangladesch entwickelt sich zunehmend zum wichtigsten Textilstandort weltweit“, so Jan Eggert, AVE-Hauptgeschäftsführer.
Doch auch die Bedeutung der nicht zur EU gehörenden osteuropäischen Lieferregionen ist gestiegen. Diese konnten ein Plus von knapp 40% verzeichnen, insbesondere die Ukraine und die südlichen Balkanstaaten sind laut Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V. (AVE) Hauptmotor dieser Entwicklung. „Diese Länder profitieren davon, dass die Importe aus Asien erstmals seit Jahren stagnieren“, so Eggert.
Spitzenreiter China musste im Vergleich zum Vorjahr 5% seiner Marktanteile einbüßen. Grund sei laut AEV der ungebrochene Trend zu steigenden Herstellungskosten. Auf Platz zwei folgt die Türkei mit einem Wachstum von 2%. Die Importe aus Indien gingen um 23% zurück, so dass das Land nur noch den vierten Platz belegt. Mit einem Anteil von 87,1% blieb der Anteil der Einfuhren aus Asien gegenüber dem Vorjahr (88%) nahezu identisch.
