Vom 8. bis zum 10. Oktober 2013 diskutieren Experten aus unterschiedlichen Ländern im Rahmen der 3. Weltkonferenz der International Labor Organization (ILO) in Brasilien Möglichkeiten, um weiter gegen Kinderarbeit vorzugehen. Laut Schätzungen der ILO arbeiteten im vergangenen Jahr rund 168 Mio. Kinder; 85 Mio. von ihnen unter „gefährlichen Bedingungen“. Diese Zahlen zeigt der Report „2012 Findings on the Worst Forms of Child Labor” des Bureau of International Labor Affairs des U.S. Department of Labor auf, der die Bemühungen von 143 Ländern analysiert, die schlimmsten Formen von Kinderarbeit abzuschaffen.
Die Zahl der Kinderarbeiter sei seit dem Jahr 2000 zwar von 246 auf 168 Mio. gesunken, bis 2016 sollten allerdings die „schlimmsten Formen der Kinderarbeit“ komplett beseitigt werden. Mit rund 77,8 Mio. Kinderarbeitern ist der Asien-Pazifik-Raum die am stärksten betroffene Region. Immerhin soll in 138 Ländern mittlerweile ein Mindestalter von 15 Jahren durchgesetzt worden sein.
Nach wie vor ist Kinderarbeit auch bei der Textilproduktion ein Problem; unter anderem in Ländern wie Albanien, Argentinien, Bangladesch, Indien und Thailand. Lange Arbeitszeiten, der Umgang mit gefährlichen Werkzeugen, Maschinen oder Chemikalien und schlechte hygienische Zustände sind nur einige der Belastungen. In Bangladesch arbeiten beispielsweise insgesamt 10% der 5- bis 14-Jährigen, 6,8% der 7- bis 14-Jährigen arbeiten und gehen zur Schule. Neben der Textilproduktion ist die Baumwollernte ein weiterer Bereich, bei dem Kinderarbeit laut Report gang und gäbe ist.
ILO: Kinderarbeit nach wie vor verbreitet
/ 08.10.2013168 Mio. Kinder mussten 2012 laut ILO einer Arbeit nachgehen – ein Problem, dass auch in der Textilindustrie immer noch verbreitet ist…

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