Mehr als jedes fünfte betroffene Unternehmen (22%) plant wegen der anstehenden Mindestlohnerhöhung zum 1. Januar 2026 von 12,82 auf 13,90 Euro pro Stunde, Stellen zu streichen. Zudem rechnet mehr als ein Viertel (28%) mit weniger Investitionen. Das zeigt eine Umfrage des Ifo Instituts unter mehr als 4.600 Unternehmen. Jedes zweite Unternehmen (50%) plant, die Preise zu erhöhen. Als weitere Folgen nennen die Befragten sinkende Gewinne und eine schlechtere Position im Wettbewerb.
„Die anstehende Mindestlohnerhöhung zum Jahreswechsel stellt einen bedeutenden Lohnkostenanstieg für die betroffenen Unternehmen dar“, sagt Ifo-Forscher Sebastian Link. „Die Reaktionen der Unternehmen zeigen, dass die Anhebung des Mindestlohns in der aktuellen Phase der wirtschaftlichen Schwäche besonders schädlich ist. Obwohl die Unternehmen ähnlich betroffen sind wie von der letzten großen Anhebung im Jahr 2022, planen sie häufiger mit Stellenabbau und Investitionskürzungen.“ Der Mindestlohn werde mit +8,4% wesentlich stärker steigen als die allgemeinen Tariflöhne, die im Jahr 2026 voraussichtlich lediglich um 3% ansteigen werden.
Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen (37%) gab an, direkt betroffen zu sein – an der Spitze das Gastgewerbe (77%) und der Einzelhandel (71%). Unter den Industrieunternehmen ist vor allem das Textil- und Bekleidungsgewerbe (62%) von der Mindestlohnerhöhung betroffen. Am geringsten sind die Auswirkungen für das Baugewerbe, in dem ein höherer Branchenmindestlohn gilt.
Ifo: Stellenabbau durch Mindestlohnerhöhung
/ 04.12.2025Im Zuge der Mindestlohnerhöhung zum 1. Januar 2026 planen laut Ifo Institut zahlreiche Unternehmen einen Stellenabbau. Besonders betroffen: der Einzelhandel…

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