Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich laut Ifo Institut im Juli 2026 erneut verbessert. Der Index stieg auf 86,6 Punkte, nach 85,7 Punkten im Juni. Getrieben wurde die Entwicklung vor allem durch deutlich bessere Erwartungen; die aktuelle Geschäftslage bewerteten die Unternehmen dagegen etwas schwächer.
Auch im Handel hellte sich das Bild weiter auf. Laut Ifo stieg der Indikator in der Branche erneut. Die Unternehmen waren mit der aktuellen Lage etwas zufriedener und blickten weniger pessimistisch auf die kommenden Monate. Vor allem im Einzelhandel fielen die Erwartungen weniger sorgenvoll aus.
Ifo-Präsident Clemens Fuest ordnet die Entwicklung vorsichtig ein. Trotz der unsicheren Lage am Persischen Golf zeige sich die deutsche Wirtschaft weniger pessimistisch. Damit signalisiert der Index zwar eine Aufhellung, aber noch keine stabile Erholung über alle Teilbereiche hinweg.
Für den Modehandel ist die Entwicklung ein vorsichtig positives Signal. Weniger pessimistische Erwartungen können auf eine gewisse Stabilisierung im Konsumumfeld hindeuten. Gleichzeitig bleibt die Lage angespannt, weil die bessere Stimmung vor allem von Erwartungen getragen wird und die gesamtwirtschaftliche Lagebeurteilung nicht mitgezogen hat.
Der Indikator basiert auf rund 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen aus Verarbeitendem Gewerbe, Dienstleistung, Handel und Bau. Für Händler bleibt damit entscheidend, ob sich die bessere Erwartungslage in den kommenden Monaten auch in Frequenz, Umsatz und Nachfrage niederschlägt.
Key Facts
Institut: Ifo Institut
Indikator: Ifo-Geschäftsklima Deutschland
Monat: Juli 2026
Indexstand: 86,6 Punkte
Vormonat: 85,7 Punkte
Entwicklung: plus 0,9 Punkte
Treiber: deutlich bessere Erwartungen
Lagebeurteilung: etwas schwächer
Handel: Indikator erneut gestiegen
Einzelhandel: weniger pessimistische Erwartungen
Datenbasis: rund 9.000 monatliche Unternehmensmeldungen
Branchenrelevanz: Stimmungsindikator für Handel, Konsum und Konjunktur
