Hugo Boss: Marken- und Preisreduzierungen

  /  17.11.2016

Hugo Boss will sich künftig auf die zwei Marken Boss und Hugo fokussieren und Preise angleichen. So soll das Unternehmen wieder profitabel werden…

Die Hugo Boss AG will 2018 zurück auf den Wachstumspfad kehren. Um dieses Ziel zu erreichen, will das Unternehmen das Portfolio auf die zwei Marken Boss und Hugo ausrichten; Boss Orange und Boss Green werden somit nicht mehr als eigenständige Brands geführt, sondern in die Kernmarke Boss integriert. Das Unternehmen verspricht sich davon, die Marktstellung im Casualwear-Bereich zu stärken. Mit Hugo will man in Zukunft mit „preislich attraktiven, hochmodischen Kollektionen“ eine breitere junge Kundenschicht ansprechen. So werden die Einstiegspreislagen im Schnitt rund 30% unter denen von Boss liegen. Vollständig umgesetzt wird die Neuausrichtung des Label-Portfolios mit der Auslieferung der Frühjahrskollektion 2018.  Die Womenswear soll weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Kerngeschäfts bleiben, insgesamt soll aber die Herrenmode wieder stärker in den Vordergrund rücken.

Zudem will der Konzern das Preisniveau weltweit vereinheitlichen. Verbleibende Preisdifferenzen würden allein den Unterschieden bei Transportkosten, Steuern und Zöllen Rechnung tragen, heißt es. Während es in Asien dementsprechend zu weiteren Preissenkungen kommen wird, sind für Europa im Durchschnitt leichte Erhöhungen vorgesehen. Die Preisstruktur in Amerika bleibt stabil.  Hugo Boss hält an der dreigliedrigen Vertriebsstruktur – eigener Einzelhandel, Wholesale und Online – fest, will diese Kanäle aber stärker miteinander verzahnen und die Umsatzproduktivität in den eigenen Stores in den nächsten Jahren um rund 20% zu steigern. Die Expansion des Store-Netzes wird hingegen erheblich verlangsamt. Das E-Commerce-Geschäft soll ausgebaut und verbessert werden; so wurden unter anderem das Design der Website überarbeitet und eine neue Mobile App vorgestellt.

In 2016 hat Hugo Boss bereits Kosteneinsparungen von rund 65 Mio. Euro, die Schließung von defizitären Filialen, die Anpassung der Vertriebsstruktur auf dem US-Markt sowie deutliche Preissenkungen in China vorgenommen.  Für das Gesamtjahr prognostiziert das Unternehmen ein Umsatzpari auf währungsbereinigter Basis oder ein Minus von bis zu 3%. Für das operative Ergebnis erwartet das Unternehmen einen Rückgang zwischen 17 und 23%.

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