Hilfsfond für Billiglohnländer

  /  04.10.2012

Die Sportartikelindustrie will ein Zeichen setzen: Als erste Branche plant sie einen internationalen Hilfsfond für Arbeitskräfte in Niedriglohnländern. Dieser tritt in Kraft, wenn dort der Lohn ausbleibt.

Unter dem Dach der FLA soll das Projekt "Hilfsfond für Billiglohnländer" in Angriff genommen werden

Nachdem die Sportartikelindustrie bereits seit Jahren mit Vorwürfen der Ausbeutung von Arbeitern in Billiglohnländern konfrontiert wird, will die Branche nun handeln. Anlass der Vorwürfe: Viele Billiglohnländer beheimaten die Produktionsstätten der Zulieferer großer Sportartikelhersteller, die Arbeitskräfte werden jedoch nur mit einem Mindestlohn bezahlt, manchmal bleibt dieser sogar aus.

Für diesen Fall plant die Sportartikelbranche nun als erste einen internationalen Hilfsfond und ist damit Vorreiter des Projektes. Neben namhaften Firmen wie Nike, Puma und Adidas – die zugleich als Initiator des Konzeptes fungieren – nehmen auch Experten aus der Finanzwirtschaft an der für Ende Oktober 2012 geplanten Konferenz teil.

Das Treffen findet unter dem Dach der nicht staatlichen US-Organisation Fair Labor Association (FLA) statt. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt, weltweit Arbeitsrecht und Arbeitsschutz zu verbessern. Teil der FLA sind neben den Sportartikelherstellern mittlerweile zudem Firmen wie Apple und seit 2012 auch Nestlé.

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