HDE: Stimmung im Einzelhandel kippt

  /  18.09.2012

Die Stimmung im Einzelhandel hierzulande sinkt. In einer aktuellen Umfrage des HDE überwiegt erstmals seit zwei Jahren wieder der Anteil der Unternehmen mit einer schlechten Lagebewertung gegenüber denen mit einer guten.

Die Stimmung im deutschen Einzelhandel kühlt sich ab. Das zeigt die aktuelle Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter rund 1.300 Betrieben. Nach einem überdurchschnittlichen ersten Halbjahr hält der HDE aber an der Prognose von einem Umsatzplus in Höhe von 1,5% für das Gesamtjahr 2012 fest. „Mit einem Umsatzwachstum von 2,6% im ersten Halbjahr zeigt sich der Einzelhandel bisher zwar sehr robust“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Dennoch überwiege jetzt erstmals seit Frühjahr 2010 der Anteil der Unternehmen mit einer schlechten Lagebewertung. So mussten 45% der befragten Betriebe im ersten Halbjahr Gewinneinbußen hinnehmen.

„Besonders die steigenden Kosten für Haushaltsenergie und Kraftstoffe lassen den Verbrauchern weniger Geld für den Konsum und drücken zusätzlich über die Betriebskosten auf die Margen der Händler“, so Genth. Neben den steigenden Energiepreisen sei auch die Euro-Krise ein Risiko für die weitere Entwicklung des Konsums. Bei den Beschäftigtenzahlen rechnet Genth dennoch weiterhin mit einer stabilen Entwicklung

Für das zweite Halbjahr dieses Jahres erwarten immerhin 33% der Betriebe eine Steigerung, 41% eine Stagnation und 26% einen Rückgang des Umsatzes. Mit einem prognostizierten Plus von rund 13% im Vergleich zum Vorjahr gilt der Online-Handel auch dieses Jahr als Umsatztreiber. 56% der Betriebe rechnen hier mit einer Verbesserung und nur 4% mit einer Verschlechterung im zweiten Halbjahr 2012.

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