Die Oktober-Ausgabe des Konsumbarometers des Handelsverbandes Deutschland (HDE) zeigt einen Rückgang der Bereitschaft zu Anschaffungen. Die am 5. Oktober 2026 veröffentlichten Ergebnisse beruhen auf einer Befragung, die am 20. September endete.
Der Gesamtindex fällt gegenüber September um 1,19 auf 93,51 Punkte. Die Anschaffungsneigung, also die Bereitschaft zu Käufen, sinkt um 2,32 auf 84,15 Punkte. Diese Werte beschreiben Veränderungen der Stimmung und keine prozentualen Umsatzrückgänge.
Auch die Einkommenserwartungen verschlechtern sich. Die Befragten rechnen mit weniger verfügbarem Einkommen. Zugleich planen sie nicht, mehr Geld zurückzulegen. Der HDE nennt gestiegene Energie- und hohe Kraftstoffpreise als Belastungen für die Konsumstimmung.
Der Verband sieht damit gedämpfte Aussichten für das vierte Quartal und das Weihnachtsgeschäft. Die leichte Verbesserung der Verbraucherstimmung in den Vormonaten setzt sich nicht fort.
Das Handelsblatt Research Institute erstellt das Barometer im Auftrag des HDE anhand einer monatlichen Befragung von 1.600 Personen. Erfasst werden Erwartungen für die kommenden drei Monate. Für den Modehandel liefert die Untersuchung einen Hinweis auf das allgemeine Konsumumfeld. Konkrete Bekleidungsumsätze oder einen Umsatzrückgang im Weihnachtsgeschäft belegt sie nicht.
Key Facts
Herausgeber: Handelsverband Deutschland (HDE)
Erstellung: Handelsblatt Research Institute
Ausgabe: Oktober 2026
Veröffentlichung: 5. Oktober 2026
Ende der Befragung: 20. September 2026
Befragte: monatlich 1.600 Personen
Erwartungshorizont: kommende drei Monate
Gesamtindex: 93,51 Punkte; Rückgang um 1,19 Punkte gegenüber September
Anschaffungsneigung: 84,15 Punkte; Rückgang um 2,32 Punkte gegenüber September
Indexbasis: Januar 2017 = 100
Einkommenserwartungen: verschlechtert
Sparabsichten: keine weitere Erhöhung geplant
Aussagekraft: Erwartungen zum privaten Konsum; keine Erhebung tatsächlicher Modeumsätze
