Ein unabhängiges Labor hat kürzlich im Auftrag von Greenpeace Bademode auf per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) untersucht. Über die Hälfte der Proben waren mit den schädlichen Substanzen belastet, vier von fünf sollen zudem Alkylphenolethoxylate enthalten haben. Bei den Textilien handelt es sich um Produkte von Herstellern wie Adidas, Puma, Nike und Chiemsee. Von kritischem Ausmaß sind laut Studie auch die Testergebnisse der Nonylphenol-Ethoxylate (NPE) – Stoffe, die die Gewässer in den Produktionsländern verschmutzen und den menschlichen Organismus über das Hormonsystem schädigen.
Da keine Kennzeichnungspflicht für PFC besteht, fehlt dem Verbraucher die Möglichkeit zu erkennen, ob diese Chemikalien in Textilien vorkommen. Erst zu Beginn des Jahres hatte Greenpeace mit unabhängigen Laboren Outdoor-Kleidung auf PFC und PFOA testen lassen und für den menschlichen Organismus gefährliche Mengen darin festgestellt. Im Zuge dessen hatten sich diverse Hersteller verpflichtet, ihre Produktion bis 2020 PFC-frei zu gestalten.
„PFC und andere gefährliche Substanzen haben in Bademode nichts zu suchen. Wir fordern Textilhersteller auf, schädliche Chemikalien aus der Produktion zu verbannen“, so Manfred Santen, Chemieexperte von Greenpeace.
